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	<title>Stellarvox Veritas</title>
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	<description>Artikel, Berichte und Geschichten aus dem Black Prophecy Universum</description>
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		<title>Die Levi-Dimension (Teil 2)</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 12:26:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Smetana 531</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Exon 113, wenige Monate vor dem Ende des Ersten Art-Krieges, wies der Physiker Ilian Cronin nach, dass jedwede Materie, die den Ereignishorizont eines Bilosters passierte, einer Dissoziation unterworfen war, einer Form ultimativer Fragmentation, die sie als gebundene, wie an einer Perlenschnur aufgereihte Kette einzelner Atome durch das Wurmloch schieÃŸen lieÃŸ.
Letzteres vollzog sich mit einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Exon 113, wenige Monate vor dem Ende des Ersten Art-Krieges, wies der Physiker Ilian Cronin nach, dass jedwede Materie, die den Ereignishorizont eines Bilosters passierte, einer Dissoziation unterworfen war, einer Form ultimativer Fragmentation, die sie als gebundene, wie an einer Perlenschnur aufgereihte Kette einzelner Atome durch das Wurmloch schieÃŸen lieÃŸ.</p>
<p><span id="more-273"></span>Letzteres vollzog sich mit einer Geschwindigkeit, die â€“ aus unserem Universum heraus betrachtet â€“ einem Vielfachen der Lichtgeschwindigkeit entsprach. Cronin bezeichnete diese Teilchenkette als <em>Single Unit Matter String</em> oder kurz <em>SUMA-String</em>.</p>
<p>Sieben Wochen, nachdem er seine Studien verÃ¶ffentlicht hatte, kam Cronin wÃ¤hrend eines aus dem Orbit gefÃ¼hrten Raketenangriffes der Geniden auf das Stadtzentrum des Regierungssitzes Nouvelle Laval ums Leben, ehe er seine Berechnungen Ã¼ber die GesetzmÃ¤ÃŸigkeiten der Levi-Tunnel und die in ihrem Inneren herrschenden KrÃ¤fte abschlieÃŸen konnte. In Gedenken an Cronins Pionierarbeit auf dem Gebiet der modernen Barriere-Hypernautik erhielten die SUMA-StrÃ¤nge den Beinamen Cronin-Ketten.</p>
<p>Da beim Angriff auf das Regierungs- und UniversitÃ¤tszentrum Cronins gesamte Progress-Studien sowie Berechnungen, wissenschaftliche Arbeiten und ein GroÃŸteil seiner privaten Unterlagen zerstÃ¶rt wurden, vermochte bis ins Exon 259 niemand zu erklÃ¤ren, welche KrÃ¤fte und Gesetze fÃ¼r die Corpus-Morphogenese verantwortlich waren: jenen Prozess, der die Atomketten nach Verlassen des Bilosters originalgetreu wieder zu den Objekten zusammenfÃ¼gte, die sie vor ihrer Fragmentierung gewesen waren â€“ gewissermaÃŸen ohne ein einziges Atom zu verlieren oder an der falschen Stelle zu platzieren.</p>
<p>Eine mÃ¶gliche ErklÃ¤rung, die fÃ¼r dieses PhÃ¤nomen in Betracht gezogen wurde, war die Sublime-Corpuscle- oder kurz <em>Subcore</em>-Theorie: Sie besagte, dass jedes MolekÃ¼l eines lebenden Organismus und jedes der Atome, aus denen es bestand, seinen angestammten Platz besÃ¤ÃŸe. MolekÃ¼le, die vor einem Biloster-Transit zu einem Auge gehÃ¶rt hatten, wÃ¼rden sich im Zuge der Defragmentierung folglich niemals in Nasengewebe oder FuÃŸnÃ¤geln wiederfinden, sondern exakt den Platz einnehmen, von dem sie stammten und fÃ¼r den sie prÃ¤destiniert waren. Naturwissenschaftler bezeichneten dies als molekulare Erhabenheit oder Bio-Transzendenz, jene, die den Planeten Erde als globalen Computer betrachteten, Gottesprogramm, und der Religion und dem Spiritismus zugeneigte Gruppen, die Ã¼berzeugt waren, dass jedes Atom ein gÃ¶ttliches Bewusstsein besaÃŸ, schlicht SchÃ¶pfungsplan. UnabhÃ¤ngig davon, wer der Wahrheit am nÃ¤chsten kam, setzten alle voraus, dass die Corpus-Morphogenese ein autonomer Prozess war, der sich selbst genÃ¼gte und Ã¼ber den Gesetzen der Quantenmechanik stand.</p>
<p>Die Subcore-Theorie barg jedoch einen Widerspruch: Artefakte und Konstrukte wie Raumschiffe, Implantate oder synthetische Kleidung bestanden nicht aus natÃ¼rlich entstandenen, dynamischen Atom- und MolekÃ¼lverbÃ¤nden. Dennoch verlieÃŸen sie die Biloster ebenfalls als originalgetreue Rekonstruktionen.</p>
<p>Jahrhundertelang hatten Neurologen gelehrt, dass das individuelle Bewusstsein nicht mehr sei als das Produkt einer komplexen Hormonfabrik. Ãœberzeugt von der SchlÃ¼ssigkeit ihrer Tests am lebenden Gehirn hatten sie den menschlichen Geist auf biochemische Prozesse und Neuronenfeuer reduziert und den Glauben an eine unsterbliche Seele als ideologisch tief verwurzelte Form von SelbstÃ¼berschÃ¤tzung abgestempelt.</p>
<p>Mit dem ersten bemannten Flug durch einen Levi-Tunnel endete jedoch die Weisheit der Neurologen und Zerebralarchitekten, denn er strafte ihre Theorie der BewusstseinsvergÃ¤nglichkeit LÃ¼gen. Trotz einer Fragmentierung des zentralen Nervensystems, in der definitiv keine GehirnaktivitÃ¤t mehr mÃ¶glich ist, verlieÃŸ man den Levi-Tunnel am Ende wieder als jener Mensch, der man vor dem Transit gewesen war â€“ mit all seinen Erinnerungen und Erfahrungen, CharakterzÃ¼gen, Ã„ngsten, Hoffnungen und Marotten.</p>
<p>Den Verfechtern der Neuronen-Lehre blieb nichts anderes Ã¼brig, als einzugestehen, dass hinter dem menschlichen Bewusstsein offenbar doch mehr stecken musste als ein interagierendes Korrelat aus 28 x 10<sup> 9</sup> Neuronen und 10<sup> 12</sup> Synapsen; etwas Immaterielles, Ungreifbares, das unabhÃ¤ngig von Gehirn und KÃ¶rper in anderen SphÃ¤ren schwebte. Eine elementare mentale Einheit, bestehend aus allen emotionalen Ereignissen und Erfahrungen unseres Lebens. Es war eine Erkenntnis, die gestandene Wissenschaftler zum GrÃ¼beln brachte und Glaubenskonzerne frohlocken lieÃŸ. Nachdem Wissenschaft und Technik die alten Religionen im Laufe der vergangenen zwei Jahrhunderte fast vollstÃ¤ndig verdrÃ¤ngt hatten, erlebte der Glaube an die Existenz einer hÃ¶heren Macht eine Renaissance. Die Corpus-Morphogenese taugte zwar nicht als Gottesbeweis, doch sie nÃ¤hrte den Glauben an die Existenz einer EntitÃ¤t, die imstande ist, unabhÃ¤ngig von KÃ¶rper und zerebralem Neuronenfeuer zu existieren und das menschliche Bewusstsein zu konservieren.</p>
<p>Eine Seele â€“ oder wie die Dogmatiker es nannten, ohne ihren wissenschaftlichen Glauben zu verraten und einer gÃ¶ttlichen Instanz zu nahe zu treten: ein <em>Psychon.</em></p>
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		<title>Die Levi-Dimension (Teil 1)</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 12:21:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Smetana 531</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Levi-Dimension]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem Essay zur kosmischen Exploration des Menschen resÃ¼mierte der Wissenschaftsphilosoph Leon Saltallo, dass eine Spezies, die fÃ¼r interstellares Reisen eine Manipulation der Raumzeit zu nutzen weiÃŸ, auf Tausende, womÃ¶glich sogar auf Zehntausende von Jahren Raumfahrterfahrung zurÃ¼ckblicken mÃ¼sste.
 Dennoch sei der Durchbruch in den Hyperraum â€“ gesetzt den Fall, dieser existierte â€“ das erstrebenswerteste Ziel, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Essay zur kosmischen Exploration des Menschen resÃ¼mierte der Wissenschaftsphilosoph Leon Saltallo, dass eine Spezies, die fÃ¼r interstellares Reisen eine Manipulation der Raumzeit zu nutzen weiÃŸ, auf Tausende, womÃ¶glich sogar auf Zehntausende von Jahren Raumfahrterfahrung zurÃ¼ckblicken mÃ¼sste.</p>
<p><span id="more-269"></span> Dennoch sei der Durchbruch in den Hyperraum â€“ gesetzt den Fall, dieser existierte â€“ das erstrebenswerteste Ziel, um den gehobenen Reise- und Kommunikationsstandard einer aufstrebenden galaktischen Zivilisation zu gewÃ¤hrleisten. Vor allem jedoch sei seine Nutzung existenziell wichtig fÃ¼r die Aufrechterhaltung einer interstellaren Infrastruktur, um einen Kollaps der KoloniesphÃ¤re zu vermeiden. Dies zu erreichen sei eine Wissensevolution, die einer Spezies ebenso viel Zeit abverlangen wÃ¼rde wie einst die Entwicklung innovativer FÃ¤higkeiten von der Bronzezeit bis ins Industriezeitalter.</p>
<p>Gegen Ende der Zweiten Diaspora schien der Heilige Gral interstellaren Reisens der Menschheit einfach vor die FÃ¼ÃŸe zu fallen. Im Exon 37, dem Jahr 2182 der alten Zeitrechnung, experimentierte der Astrophysiker Barnabas Levi an Bord des Kolonieschiffes <em>Edoxos</em> mit einem Feldgenerator, der positive Materie in Materie mit negativer Energiedichte umzuwandeln vermochte, und entwickelte dabei <em>en passant</em> den ersten funktionsfÃ¤higen <em>Rota</em>-Generator.</p>
<p>Kaum ein Jahrhundert spÃ¤ter stigmatisierten die <em>Superior</em> Levi als senilen, geistig verwirrten VisionÃ¤r, dessen Horizont zu beschrÃ¤nkt gewesen wÃ¤re, um das gesamte Potential seiner Erfindung zu erkennen. Levi jedoch hatte nie einen Gedanken daran verschwendet, mittels grÃ¶ÃŸerer, leistungsstÃ¤rker <em>Rota</em>-Generatoren Shuttles, Transporter oder sogar Kriegsschiffe durch Monsterversionen seiner Portale zu schicken. In derartigen Dimensionen zu denken hatte gÃ¤nzlich seiner Natur widersprochen. Levis einzige Intention war es gewesen, ein Feldspiel mit tausendjÃ¤hriger Tradition ins 23. Jahrhundert zu fÃ¼hren.</p>
<p>Mittels der Generatoren lieÃŸen sich von jedem beliebigen Ort aus Raum-Zeit-Verbindungen Ã¶ffnen, die in inaktivem Zustand als sogenannte Van-Mergod-StrÃ¤nge existierten. Die Tyi kamen zu der Erkenntnis, dass die Rota-Levitoren in Wirklichkeit keine neuen Biloster generierten, sondern lediglich eine BrÃ¼cke zum Eingangspol des nÃ¤chstgelegenen <em>natÃ¼rlichen</em> Van-Mergod-Stranges schlugen â€“ und ein solcher befand fÃ¼r gewÃ¶hnlich selten weiter als einige Nanometer vom generierten Ereignishorizont entfernt. Levis Rota-Generator sei daher keinesfalls ein TorÃ¶ffner, wie lange angenommen wurde, sondern eher so etwas wie eine â€žmagnetisierte Andockrampeâ€œ.</p>
<p>WÃ¤hrend ihrer Experimente fanden die Tyi heraus, dass unzÃ¤hlige dieser Raum-Zeit-Passagen im scheinbar leeren Raum wucherten wie ein unsichtbares Pilzgeflecht. Im Bereich zwischen der PlanetenoberflÃ¤che und einem sphÃ¤rischen Orbit, der dem Durchmesser des HimmelskÃ¶rpers entsprach, war ihre Auftrittsdichte so immens, dass die gesamte Struktur als Van-Mergod-Cluster bezeichnet wurde.</p>
<p>Die Rota-Generatoren vermochten jedoch nicht die natÃ¼rlichen Risiken aktiver Biloster zu kompensieren. Bis zum heutigen Tag wurde kein Van-Mergod-Strang entdeckt, dessen LÃ¤nge zwei astronomische Einheiten, also knapp 300 Millionen Kilometer, Ã¼berschritt. Hinzu kam die UnzuverlÃ¤ssigkeit der Biloster bei abnehmendem GravitationsgefÃ¤lle. Je weiter sich der Strang von einem Massenschwerpunkt entfernte, desto instabiler wurde das Wurmloch. Jedwede Nutzung im interplanetaren Raum erwies sich daher als Ã¤uÃŸerst riskant. Bemerkenswert war, dass die Biloster selbst nicht von der vorherrschenden Gravitation des HimmelskÃ¶rpers beeinflusst wurden. FÃ¼r die Gelehrten war dies ein Beleg dafÃ¼r, dass die eigentlichen Levi-Tunnel nicht durch das bekannte Universum fÃ¼hrten und es sich bei ihren Ein- und Ausgangspunkten um Raumzeit-Konstanten handelte. Zumindest war es bis heute nicht gelungen, letztere zu verschieben.</p>
<p>Zweifellos existierten natÃ¼rliche Levi-Tunnel auch im interstellaren Raum, doch niemand wusste, ob sie tatsÃ¤chlich von einem Sternsystem bis zum nÃ¤chsten reichten. Die <em>Superior</em> hielten es fÃ¼r vorstellbar, dass sie ohne Gravitationszentrum auf halber Strecke kollabierten oder in einem ziellosen Gewirr aus Knoten und Schleifen endeten. Ein Schiff wÃ¼rde in diesem Fall im interstellaren Raum ausgespuckt werden, Lichtjahre vom nÃ¤chsten Planetensystem entfernt.</p>
<p>Die grÃ¶ÃŸte HÃ¼rde, die bei der Verwirklichung der Quantenteleportation zu meistern war, bestand jedoch in der rÃ¤umlichen Ausdehnung.</p>
<p>Aktivierte man den Eingangspol eines Bilosters, offenbarte sich auch sein Ausgang. Die eigentliche Herausforderung bestand letztlich aus dem Paradoxon, eine dreidimensionale Masse durch ein eindimensionales Raumzeitgebilde zu schicken, vom Eingangspunkt A zu Ausgangspunkt B, ohne besagte Masse oder das Wurmloch dabei zu zerstÃ¶ren.</p>
<p>Um einen Materietransfer zu ermÃ¶glichen, zwang der von Levi entwickelte Rota-Generator den eindimensionalen Van-Mergod-Strang und den dreidimensionalen TransitkÃ¶rper auf den kleinsten gemeinsamen Nenner: das Ã…ngstrÃ¶m, den Diameter eines einzelnen Atoms. FÃ¼r ein eindimensionales Gebilde bedeutet dies eine nahezu unermessliche VolumenvergrÃ¶ÃŸerung, und fÃ¼r eine zu transferierende Masse, sei es nun ein Mensch, ein kompliziertes technisches GerÃ¤t oder nur ein Golfball, eine ebenso gravierende Verkleinerung, die im Rahmen gÃ¤ngiger Naturgesetze unmÃ¶glich war.</p>
<p>Ein normal gewachsener Mensch besteht aus rund einer Quadrilliarde Atomen, mit einer Toleranz von ein paar Billionen mehr oder weniger. Die durchschnittliche GrÃ¶ÃŸe eines Atoms hingegen betrÃ¤gt 1 Ã…ngstrÃ¶m. Dividierte man die Summe der Atome durch den Ã…ngstrÃ¶m-Wert von 10 <sup>-10</sup> Metern, ergab sich daraus, Atom an Atom gekoppelt, eine Kette mit einer LÃ¤nge von 100 Billionen Kilometern, oder â€“ astronomisch betrachtet â€“ 10,57 Lichtjahren.</p>
<p>Levi erklÃ¤rte, man kÃ¶nne theoretisch quer durch einen Stern reisen, ohne Schaden zu nehmen, denn auf der â€ºanderen Seiteâ€¹ existierte besagter Stern nicht. Allerdings war Letzteres kaum verwunderlich, denn in der Levi-Dimension existierte laut dem aktuellen Stand der Forschung Ã¼berhaupt nichts auÃŸer einer Form flÃ¼chtiger Protoenergie.</p>
<hr size="1" /><a href="#_ftnref1"><ins datetime="2011-07-11T16:25" cite="mailto:Michael%20Marrak"><ins datetime="2011-07-11T16:25" cite="mailto:Michael%20Marrak"></ins></ins></a><del datetime="2011-07-11T16:25" cite="mailto:Michael%20Marrak"><del datetime="2011-07-11T16:25" cite="mailto:Michael%20Marrak"></del></del><del datetime="2011-07-11T16:25" cite="mailto:Michael%20Marrak"> </del>Eine Quadrilliarde Meter = 10 <sup>27</sup> Meter</p>
<p><a href="#_ftnref2"><ins datetime="2011-07-11T16:25" cite="mailto:Michael%20Marrak"><ins datetime="2011-07-11T16:25" cite="mailto:Michael%20Marrak"></ins></ins></a><del datetime="2011-07-11T16:25" cite="mailto:Michael%20Marrak"><del datetime="2011-07-11T16:25" cite="mailto:Michael%20Marrak"></del></del><del datetime="2011-07-11T16:25" cite="mailto:Michael%20Marrak"> </del>Ein Ã…ngstrÃ¶m = 0,1 Nanometer = 10 <sup>-10</sup> Meter</p>
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		<title>Die Prometheus-Gesetze (Teil 3)</title>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 13:59:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Smetana 531</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Prometheus-Gesetze]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Universum ist krank. Es hat Menschheit. Aber das ist heilbar.
PrÃ¤fekt Rodin Berbarrah,
in seiner ErÃ¶ffnungsrede zur Ratifizierung der Prometheus-Gesetze,
Pavonis City, Kronkolonie Geneera, Exon 271-114

Die Geniden waren zu Beginn beileibe kein hochmÃ¼tiges oder gar kriegerisches Volk. Jahrelang war der Ã–ffentlichkeit von Sabiador Ã¼berhaupt nicht bewusst, dass sie existierten. Tausende von ihnen lebten hermetisch abgeschirmt in groÃŸflÃ¤chigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;">Das Universum ist krank. Es hat Menschheit. Aber das ist heilbar.</p>
<p style="text-align: right;"><strong>PrÃ¤fekt Rodin Berbarrah,</strong></p>
<p style="text-align: right;">in seiner ErÃ¶ffnungsrede zur Ratifizierung der Prometheus-Gesetze,</p>
<p style="text-align: right;">Pavonis City, Kronkolonie Geneera, Exon 271-114</p>
<p><span id="more-266"></span></p>
<p>Die Geniden waren zu Beginn beileibe kein hochmÃ¼tiges oder gar kriegerisches Volk. Jahrelang war der Ã–ffentlichkeit von Sabiador Ã¼berhaupt nicht bewusst, dass sie existierten. Tausende von ihnen lebten hermetisch abgeschirmt in groÃŸflÃ¤chigen unterirdischen Zuchtanlagen, wo an ihnen zahllose Strahlungs-, Gravitations- und AtmosphÃ¤renexperimente durchgefÃ¼hrt wurden. Ob Mikroorganismen, Extremtemperaturen oder Dekompression, alle nur erdenklichen UmweltverhÃ¤ltnisse wurde an ihnen getestet. Erst als die Geniden begannen, ihre eigenen Brutkuppeln zu errichten und sich unkontrolliert zu vermehrten, lieÃŸ sich ihre Existenz nicht mehr verheimlichen â€“ und der Erste Art-Krieg nicht mehr aufhalten.</p>
<p>Ein bewaffneter Konflikt ist zweifellos ein grausames, moralisch verwerfliches Instrument der Politik, im Nachhinein auf die eine oder andere Weise aber auch lehrreich â€“ selbst wenn es letzten Endes nur darauf hinauslÃ¤uft, die eigene EffektivitÃ¤t zu perfektionieren. Auf Sabiador hatte jedoch bereits vor dem Ersten Art-Krieg etwas begonnen, das heute als globales Persekutionsdelirium bekannt ist: eine weltumspannende Paranoia ungekannten AusmaÃŸes, die angesichts der vermeintlichen Bedrohung durch die Ã¼berlegenen Geniden zusÃ¤tzlich von ExistenzÃ¤ngsten geschÃ¼rt wurde. Was Menschen nicht kennen, so heiÃŸt es, das fÃ¼rchten sie. Und was sie fÃ¼rchten, tÃ¶ten sie â€“ sofern es in ihrer Macht liegt.</p>
<p>Heute glauben viele, es hÃ¤tte an der AtmosphÃ¤re des Planeten selbst gelegen, dass die Menschen auf Sabiador paranoid geworden waren; nur der Urstamm der Sapiens wohlgemerkt, nicht ihre Geniden-SchÃ¶pfungen. Bei den Tyi der ersten und zweiten Generation sind die Historiker sich allerdings nicht sicher â€¦</p>
<p>Einige Gelehrte behaupten, der schleichende Wahnsinn auf Sabiador wÃ¤re das Resultat eines missglÃ¼ckten Umweltexperiments an den Geniden gewesen. Andere vertreten die Theorie, dass die Krankheit einen natÃ¼rlichen Ursprung gehabt haben kÃ¶nnte. WomÃ¶glich hatten die Menschen den Verursacher unwissentlich Ã¼ber die Nahrung mit aufgenommen. Es kÃ¶nnte jedoch auch etwas gewesen sein, das tagtÃ¤glich mit der Luft eingeatmet wurde, wie etwa BlÃ¼tenpollen, Sporen oder Thermalgase. Selbst ein Virus wird nach wie vor in Betracht gezogen, obwohl die Existenz eines solchen bis heute nicht nachgewiesen werden konnte. Einige Wissenschaftler halten sogar den Einfluss einer kosmischen Strahlenquelle fÃ¼r wahrscheinlich &#8230;</p>
<p>Seit Jahrzehnten kursiert das GerÃ¼cht, dass die Tyi dem Ãœbel einst auf die Spur gekommen wÃ¤ren, die gewonnenen Erkenntnisse jedoch nicht mit den Sapiens geteilt hÃ¤tten. Sollte dieses GerÃ¼cht sich eines Tages bewahrheiten, wÃ¼rde dies den kybernetischen Exodus in ein vÃ¶llig neues Licht rÃ¼cken &#8211; und belegen, dass er in Wirklichkeit keine herkÃ¶mmliche Emigration war, sondern eine Flucht vor den destruktiven EinflÃ¼ssen des Planeten.</p>
<p>UnabhÃ¤ngig davon stellen sich viele Kolonisten jedoch eine weitaus elementarere Frage: Warum bekÃ¤mpfen sich Tyi und Geniden selbst heute, zweihundert Jahre nach dem kybernetischen Exodus, noch immer bis aufs Blut, wenn es sich nur um ein lokales, auf Sabiador beschrÃ¤nktes PhÃ¤nomen gehandelt hatte?</p>
<p>Die Konterfrage lautet: Warum ist der Nachwuchs eines Raubtiers ebenfalls ein Raubtier? JÃ¤ger gebÃ¤ren JÃ¤ger, Fleischfresser gebÃ¤ren Fleischfresser. Im Fall der Tyi und Geniden spricht man von vererbtem Hass und historisch motivierter Feindschaft. Sie wird von den Eltern an die Kinder weitergegeben und von diesen an die Kindeskinder. Die Diskriminierungspolitik gegen &#8220;die Anderen&#8221; hat sich in die Gesellschaft der <em>Superior</em> zementiert. Viele Tyi auf den Monokulturwelten haben jedoch noch nie einen leibhaftigen Geniden zu Gesicht bekommen und umgekehrt.</p>
<p>In den ersten 81 Jahren nach Inkrafttreten des Athebathos-Edikts war es den Sapiens nicht erlaubt, ihre Exilwelten zu verlassen. Wer oder was auch immer die Rubikon-Schwelle mutwillig oder versehentlich passierte, wurde von den zahllosen, im Orbit beider Planeten stationierten GeschÃ¼tzbarken abgeschossen. Seltene Ausnahmen galten nur innerhalb eines streng bewachten Transitkorridors zwischen Sabiador und Bara Kaitos. Zwischen den Exonen 271 und 352 waren lediglich 26 dieser Sonderreiselizenzen genehmigt und ausgestellt worden. Die Politik der kurzen Leine sollte den Sapiens unmissverstÃ¤ndlich vor Augen fÃ¼hren, wo im Universum kÃ¼nftig ihr Platz war. Eine dezente Reformbewegungen erfolgte erst mit einer Lockerungen der Gesetze ab dem Exon 366.</p>
<p>Erlauben die <em>Superior</em> Mischkolonien mit Sapiens, unterliegen diese Populationen bis heute strengen Quotenregelungen und einer lÃ¼ckenlosen Ãœberwachung. Kleinpopulationen werden auf Hybridwelten wie Nara, Irata oder zukÃ¼nftig auch auf Triamon nur aus zwei Motiven erlaubt: Als lokale Arbeitskraft-Reservoirs und als sogenannte Saltallo- bzw. Indikator-Kolonien. Letztere dienten dem Zweck, offenzulegen, was die Superior bei ihren BiosphÃ¤re-Analysen an Mikroben, Krankheitserregern oder giftiger Fauna und Flora Ã¼bersehen haben. Die Sapiens dÃ¼rfen sich innerhalb ihrer relativ groÃŸzÃ¼gig bemessenen Reservate frei bewegen und entfalten, sind jedoch auf sich allein gestellt. In ErnstfÃ¤llen, die ihre Populationen bedrohen, erhalten sie keine Hilfe der <em>Superior</em>. Ihre einzigen Optionen sind, den Widrigkeiten zu trotzen, die Probleme zu lÃ¶sen und zu Ã¼berleben &#8211; oder von ihnen dahingerafft zu werden.</p>
<p>Die Jadd Baran bezeichnen die Sapiens-Zonen als <em>In-vitro-</em>Distrikte, in denen neben den offenen BiosphÃ¤re-Studien auch verschleierte Tests der Klassifizierungen B, C, G, N und P [1] durchgefÃ¼hrt werden. Ereignete sich in einem der Reservate ein sogenannter Saltallo-PrÃ¤zedenzfall (Krankheit, Hungersnot, Kontamination, Naturgewalten sowie Omnivore- oder Predator-Attacken), der die Existenz der Population ernsthaft gefÃ¤hrdet, bemÃ¼hen sich die Extremisten, die Kolonisten mit Medikamenten, Lebensmitteln und medizinischer AusrÃ¼stung zu versorgen. Angesichts der so manipulierten Feldstudien werfen die <em>Superior</em> den Jadd Baran vor, den Sapiens die Rolle des barmherzigen Samariters vorzugaukeln, unter dem Deckmantel geheuchelter NÃ¤chstenliebe jedoch nur die eigenen destruktiven Ziele zu verfolgen: die Kolonisten gegen die Protektorat-Regierungen aufzuwiegeln und in den Reservaten verdeckte Ausbildungslager fÃ¼r Terrorzellen zu betreiben.</p>
<p>Die Sapiens selbst sind sich der Risiken eines Lebens auf den Hybridkolonien bewusst, nehmen diese jedoch billigend in Kauf. Trotz der strengen Auflagen und Schikanen betrachtet es die Mehrheit bis heute als Privileg, ihre Exilwelt verlassen und auf <em>Superior</em>-Kolonien leben zu dÃ¼rfen &#8211; liegen diese doch in den wirtschaftlich ertragreichen und strategisch gÃ¼nstigen Regionen der KoloniesphÃ¤re.</p>
<p>Auf viele Fragen zu den Geschehnissen nach dem Ersten Art-Krieg, dem kybernetischen Exodus und den wahren HintergrÃ¼nden der Prometheus-Gesetze gibt es heute, fast 140 Jahre nach dem Minderwertigkeits-Edikt von Atebathos, hinlÃ¤nglich glaubwÃ¼rdige Antworten. Manche mÃ¶gen wahr sein, manche erfunden, und einige werden womÃ¶glich fÃ¼r immer unbeantwortet bleiben. Eine Wahrheit jedoch hat Bestand, seit Menschen Krieg gegeneinander fÃ¼hren: <em>Vae victis!</em> &#8211; Wehe den Besiegten!</p>
<p><strong> </strong></p>
<hr size="1" />[1] B, C, G, N und P bezeichnen diverse Feldversuch-Klassen. Die Buchstaben stehen fÃ¼r <strong>B</strong>iologisch, <strong>C</strong>hemisch, <strong>G</strong>enetisch (in Abgrenzung zu natÃ¼rlichen biologischen Prozessen) sowie <strong>N</strong>uklear und <strong>P</strong>aramental.</p>
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		<title>Die Prometheus-Gesetze (Teil 2)</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 13:03:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Smetana 531</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Prometheus-Gesetze]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Augen der Tyi und der Geniden hat die Menschheit ihre FÃ¼hrungsrolle als dominante Spezies verwirkt. WÃ¤hrend uns ein verschwindend geringer Rest unserer SchÃ¶pfungen auf Sabiador die Treue hÃ¤lt, haben sich sowohl Tyi als auch Geniden auf die Fahnen geschrieben, einen Jahrzehntausende alten Fehler zu korrigieren: uns â€“ und unsere Stellung im Universum.
Sie Ã¼berlassen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Augen der Tyi und der Geniden hat die Menschheit ihre FÃ¼hrungsrolle als dominante Spezies verwirkt. WÃ¤hrend uns ein verschwindend geringer Rest unserer SchÃ¶pfungen auf Sabiador die Treue hÃ¤lt, haben sich sowohl Tyi als auch Geniden auf die Fahnen geschrieben, einen Jahrzehntausende alten Fehler zu korrigieren: uns â€“ und unsere Stellung im Universum.</p>
<p><span id="more-261"></span>Sie Ã¼berlassen uns Sabiador und Bara Kaitos, doch diese auf den ersten Blick groÃŸherzige Geste ist nicht mehr als Augenwischerei. Fortan stehen wir auf unseren eigenen Welten unter Arrest. Kein Sapiens darf seine Kolonie verlassen. So blicken wir heute ohnmÃ¤chtig herab auf die Scherben unserer Existenz. Statt das All zu erobern und fremde Welten zu erforschen, sind wir fortan Gefangene unserer eigenen SchÃ¶pfungen, entwÃ¼rdigt, gebrandmarkt und verachtet von jenen MÃ¤chten, die wir einst erschufen. Wir sind die Nemesis aller Tyi und Geniden â€“ und sie unsere zornigen Schatten â€¦</p>
<p style="text-align: right;"><strong>Senator Ephraim MacPhearson</strong></p>
<p style="text-align: right;"><strong>Auszug aus seiner Rede vor dem Senat von Nouvelle Laval als Reaktion auf das Minderwertigkeits-Edikt von Atebathos.</strong></p>
<p style="text-align: right;"><strong>Kolonie Sabiador, Exon 271-29</strong></p>
<p>Mit Inkrafttreten der Prometheus-Gesetze wurde die Diskriminierung der Sapiens systematisch institutionalisiert. Grundbesitz oder dessen Erwerb war ihnen auÃŸerhalb der zugewiesenen Exilwelten fortan verboten. FÃ¼r die administrative Umsetzung der dafÃ¼r nÃ¶tigen Kontrollsysteme schufen die Geniden eine hoheitliche Aufsichtsinstanz, genannt <em>Cephalon</em>. Unter seiner Ã„gide setzte eine restriktive Umverteilungspolitik von LandvermÃ¶gen ein, in deren Folge eine Vertreibung der Sapiens und die Enteignung der von ihnen verwalteten AuÃŸenwelt-Territorien einsetzte.</p>
<p>Die zentralen BeschlÃ¼sse des Atebathos-Ediks und der Prometheus-Gesetze lauteten wie folgt:</p>
<ul>
<li>Sapiens wurden zu Individuen zweiter Klasse erklÃ¤rt und in Anspielung auf die Geschichte historischer Imperien ihrer Heimatwelt Erde zur &#8220;entarteten Zivilisation&#8221; (Wortlaut des Atebathos-Edikts) bzw. <em>Species ingrata </em>(Wortlaut der Prometheus-Gesetze) erklÃ¤rt.</li>
</ul>
<ul>
<li>Die Kolonien Sabiador und Bara Kaitos erhielten den Status dekadenter Exilwelten. Nichtsdestotrotz betrachteten die <em>Superior</em> sie als beliebig abschÃ¶pfbare ArbeitskrÃ¤ftepools zu Gunsten ihrer Industrien. Sie wurden vom kolonialen Wirtschaftsnetz getrennt, die interstellaren Handelsrouten verlegt. Sapiens durften sich nur noch auf den ihnen zugewiesenen Planeten frei bewegen. Ihr Entfaltungsgebiet endete in einer OrbithÃ¶he von 4000 Kilometern (Rubikon-Schwelle).</li>
</ul>
<ul>
<li>Mit dem Beschluss der Gesetze verloren die Saipens auÃŸerhalb der Exilwelten einen GroÃŸteil ihrer Selbstbestimmungsrechte, verbunden mit einer nahezu vollstÃ¤ndigen EntmÃ¼ndigung. Sie wurden enteignet, ihre Minenkolonien, Rohstoffmonde, Erzasteroiden und Ressourcenstationen sowie jegliche Form militÃ¤rischer Anlagen, Kraftwerke und Waffendepots von den <em>Superior</em> annektiert.</li>
</ul>
<ul>
<li>Die Prometheus-Gesetze erweiterten und verschÃ¤rften sÃ¤mtliche durch das Atebathos-Edikt verhÃ¤ngten Berufsverbote, insbesondere in den Bereichen Wissenschaft, Technik und Medizin. Hochqualifiziertes Sapiens-Fachpersonal behielten die Geniden in minderprivilegierten ZwangsarbeitsverhÃ¤ltnissen, der Rest wurde deportiert und auf die Exil-Welten verteilt.</li>
</ul>
<ul>
<li>Interstellares Reisen war zwischen den Exonen 271 und 352 nur nach Hinterlegen eines Blutpfandes â€“ vorzugsweise eines Mitgliedes aus Familie oder nÃ¤chster Verwandschaft &#8211; unter strengen Auflagen mÃ¶glich (AbhÃ¤gigkeitssystem).</li>
</ul>
<ul>
<li>Jeder Sapiens, dem gestattet wurde, seine Exil-Kolonie zu verlassen, war &#8211; unabhÃ¤ngig von Alter, Geschlecht und gesellschaftlichem Stand â€“ verpflichtet, sich einen ID-Transponder implantieren zu lassen, mittels dem es den <em>Superior</em> jederzeit mÃ¶glich war, seinen Aufenthaltsort zu bestimmen. Zudem hatte er ein Dokument mit sich zu fÃ¼hren, das ihn zweifelsfrei als rechtmÃ¤ÃŸigen Inhaber des Implantats sowie seiner Reise- oder Aufenthaltserlaubnis auswies. Sapiens, die gegen diese Auflagen verstieÃŸen, verloren ihre Reiselizenz und konnten ohne Verhandlung inhaftiert oder auf ihre Exilwelt abgeschoben werden. Die dabei anfallenden Transit- und Verwaltungskosten hatte der Abgeschobene, im Todesfall letztlich seine Familie oder seine Verwandten aufzubringen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Sexuelle Kontakte jedweder Art sowie Lebensgemeinschaften zwischen Sapiens und <em>Superior</em> waren auÃŸerhalb der Exilwelten verboten. Zuwiderhandlungen hatten drakonische Strafen wie Zwangsarbeit auf einem Blutmond (Geniden) oder in einer Minen-Strafkolonie (Tyi) zur Folge.</li>
</ul>
<ul>
<li>Das Edikt schloss aus, dass Sapiens auÃŸerhalb ihrer Exilwelten als Zeugen vor Gericht aussagen durften oder als Angeklagte in sogenannten <em>Habeas corpus</em>-Verfahren gegen Kaution freigelassen werden konnten.</li>
</ul>
<ul>
<li>Auf der Grundlage gÃ¼ltiger Deportationsgesetze durften Sapiens gegen ihren Willen zu Dienstleistungszwecken auf Koloniewelten der <em>Superior</em> umgesiedelt werden. Die angefallenen Reisekosten wurden in der Regel durch einbehaltenen Lohn abgegolten (Credit Ticket System). Ausnahmen machte man lediglich bei hochqualifizierten FachkrÃ¤ften und im gehobenen Dienstleistungsgewerbe, nach einer Lockerung der Gesetze ab dem Exon 366 auch im (interstellaren) Transportwesen.</li>
</ul>
<ul>
<li><em> </em>Bei Entscheidungen auf interplanetarer und interstellarer Ebene besaÃŸen Sapiens weder ein Mitsprache- noch ein Wahlrecht. Den<em> auf Hybridkolonien lebenden Sapiens wurden so weitgehend die MÃ¶glichkeiten verwehrt, auf die Politik Einfluss zu nehmen oder RechtsansprÃ¼che jeglicher Art vor Gericht geltend zu machen. </em></li>
</ul>
<p>WÃ¤hrend der ersten Dekade der neuen Kolonieordnung lehnten sich viele Sapiens gegen die Diskriminierungen auf. In zumeist chaotisch organisierten Widerstandsgruppen loteten sie die Grenzen der Gesetze und die Akzeptanz der <em>Superior</em> gegenÃ¼ber VerstÃ¶ÃŸen aus, was nicht selten bereits im Orbit der einen oder anderen Exilwelt als TragÃ¶die endete â€“ sofern das Schicksal der Rebellen Ã¼berhaupt bekannt wurde. Die meisten Sapiens hingegen scheuten sich ab Inkrafttreten des Atebathos-Edikts, ihre vermeintlich sicheren Exilwelten zu verlassen, und kehrten zu einer auf globale Dimensionen reduzierten Lebens- und SchaffensmentalitÃ¤t zurÃ¼ck.</p>
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		<title>Die Prometheus-Gesetze (Teil 1)</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 10:58:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Smetana 531</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Prometheus-Gesetze]]></category>

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		<description><![CDATA[EhrwÃ¼rdiges Tribunal, hoher Rat,
wir haben uns heute zusammengefunden, um Ã¼ber unsere SchÃ¶pfer zu richten. Ãœber eine zwielichtige Rasse von Altweltprimaten, die sich als Homo sapiens bezeichnen: als einsichtsfÃ¤hige, weise Menschen. Doch sie sind von fragwÃ¼rdigem Charakter, schwach, unvollkommen, durchtrieben und als Masse unberechenbar.
Launische Anachronismen in den Annalen der Evolution, von bescheidenem Intellekt und dennoch mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>EhrwÃ¼rdiges Tribunal, hoher Rat,</p>
<p>wir haben uns heute zusammengefunden, um Ã¼ber unsere SchÃ¶pfer zu richten. Ãœber eine zwielichtige Rasse von Altweltprimaten, die sich als <em>Homo sapiens</em> bezeichnen: als einsichtsfÃ¤hige, weise Menschen. Doch sie sind von fragwÃ¼rdigem Charakter, schwach, unvollkommen, durchtrieben und als Masse unberechenbar.</p>
<p><span id="more-257"></span>Launische Anachronismen in den Annalen der Evolution, von bescheidenem Intellekt und dennoch mit dem DÃ¼nkel behaftet, GeschÃ¶pfe einer kosmischen Allmacht zu sein. Selbsternannte Abbilder einer Gott-EntitÃ¤t und in ihrem vermeintlich gnostischen Optimismus davon Ã¼berzeugt, sich aufgrund dieser Abstammung das Universum untertan machen zu dÃ¼rfen.</p>
<p>Sie schufen die Geniden, um lebensfeindliche Welten zu erschlieÃŸen und ihre Rohstoffressorts auszubeuten, ohne sich die Finger schmutzig zu machen. Dann erschufen sie uns, um sich vor den Geistern zu schÃ¼tzen, die sie gerufen hatten. Wir dÃ¼rfen nicht zulassen, dass die Sapiens den gleichen Fehler ein drittes Mal begehen und eine Art erschaffen, die kein Gewissen besitzt und nur sich selbst huldigt &#8211; und die letztendlich sowohl ihre SchÃ¶pfer als auch deren GeschÃ¶pfe vernichtet. Eine Spezies, die unfÃ¤hig ist, aus ihren Fehlern zu lernen, sondern lediglich bemÃ¼ht ist, perfektere Fehler zu produzieren, verdient es nicht, Ã¼ber das Universum zu herrschen &#8211; denn der Schlaf der Vernunft, so mahnt eine Redensart der Sapiens, gebiert Ungeheuer.</p>
<p style="text-align: right;">PrÃ¤sident Lemuel Ozabaal,</p>
<p style="text-align: right;">Auszug seiner Ansprache vor dem Tyi-Koloniegerichtshof anlÃ¤sslich der bevorstehenden Abstimmung Ã¼ber das Atebathos-Edikt,</p>
<p style="text-align: right;">Ios Karenon, Murna, Exon 271-7</p>
<p>Das Exon 271 markierte einen historischen Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit. Trotz aller Differenzen und gegenseitigen Aversionen waren sich sowohl die Tyi als auch die Geniden im Bezug auf ihre Herkunft einig: den Sapiens war nicht zu trauen. Angesichts der Unberechenbarkeit ihrer SchÃ¶pfer sahen die Superior sich verpflichtet, die KoloniesphÃ¤re vor ihnen zu schÃ¼tzen. Das Minderwertigkeits-Edikt von Atebathos ebnete den Weg fÃ¼r die gesellschaftliche Herabsetzung der Sapiens zu Individuen zweiter Klasse. Wenige Monate nach der von den Tyi eingeleiteten &#8220;stillen Revolution&#8221; wurde ihr Schicksal als einstige FÃ¼hrungsspezies der Menschheit mit Inkrafttreten der Prometheus-Gesetze auch auf den Geniden-Welten besiegelt.</p>
<p>Selbst heute, fast 150 Jahre nach Inkrafttreten der Prometheus-Gesetze, fragen sich viele Kolonisten, woher die Verachtung der Tyi gegenÃ¼ber den Sapiens rÃ¼hrte, hatten die Yeomen Sabiador doch freiwillig verlassen. Bei den Tyi der ersten Generationen, so wissen wir heute, war es zweifellos eine Mischung aus gezielter Manipulation, mentaler Verseuchung und eigenen Ideologien. Nach ihrer Emigration kam wohl noch so etwas wie Hybris hinzu, was fÃ¼r das Edikt mit ausschlaggebend gewesen sein dÃ¼rfte. Mit diesem Schritt, so der Kolonialgerichtshof auf Atebathos, handle man im Interesse der kolonialen Sicherheit, deren GewÃ¤hrleistung es unvermeidlich mache, die Sapiens in ihre Schranken zu weisen. UnglÃ¼cklicherweise schuf das Edikt die ideologische Basis fÃ¼r ihre nahezu vollstÃ¤ndige EntwÃ¼rdigung und EntmÃ¼ndigung durch die Prometheus-Gesetze. Einher gingen letztere mit Berufsverboten &#8211; insbesondere in den Bereichen Wissenschaft, Technik und Medizin &#8211; sowie zahlreichen Sonderregelungen.</p>
<p>Die Geniden, dereinst mit Blut und Schande verstoÃŸen, hatten sich wenige Monate spÃ¤ter nur zu bereitwillig dieser DemÃ¼tigung der Sapiens angeschlossen. Es war ihre spÃ¤te Genugtuung fÃ¼r die Grausamkeiten und das Leid, das sie im Ersten Art-Krieg erfahren hatten. Es war fast, als hÃ¤tten sich Adam und Eva nach ihrer Vertreibung aus dem Paradies an Gott und seinen Engeln gerÃ¤cht. Die Sapiens waren nicht in der Lage, ihren metaphysischen SchÃ¶pfer zu bestrafen, die Tyi und die Geniden hingegen sehr wohl &#8211; und das hatten sie getan. FÃ¼r die Hardliner unter den Geniden waren die Sapiens evolutionÃ¤re Auslaufmodelle, deren Gehirne sich seit 60.000 Jahren nicht mehr weiterentwickelt hatten. Niederes Leben, das gerade einmal genug Neuronen zusammenzukratzen vermochte, um ein Bewusstsein zu bilden.</p>
<p>Mit dem Beschluss der Prometheus-Gesetze verloren die Saipens innerhalb der KoloniesphÃ¤re einen GroÃŸteil ihrer Selbstbestimmungsrechte. Sie wurden enteignet, viele ihrer Minenkolonien von den Geniden annektiert. Dass die Tyi einen Teil der Rohstoffmonde und Erzasteroiden fÃ¼r sich retteten, verdankten sie den alten Schutzprotektoraten. Hochqualifiziertes Sapiens-Fachpersonal behielten die Geniden als Zwangsarbeiter, der unnÃ¼tze Rest wurde deportiert und auf die Exil-Welten Sabiador und Bara Kaitos verteilt. Auf den sowohl von den Tyi als auch den Sapiens geÃ¤uÃŸerten Vorwurf der ethnischen SÃ¤uberung reagierte die Kronkolonie Geneera mit einem verbalen Schulterzucken.</p>
<p>Der <em>Crux universalis</em> der Prometheus-Gesetze steckte in der Definition der Gesetze selbst. Sie stigmatisierten Tyi und Sapiens gleichermaÃŸen als &#8220;dem selben degenerativen KÃ¶rper und Geist entstammend&#8221; &#8211; denn ein Tyi werde nicht als Tyi geboren, sondern als Sapiens. Ein Cyborg, erklÃ¤rte der <em>Cephalon</em>-Rat auf Geneera, sei keinesfalls ein Fortschritt der Evolution, sondern der kÃ¼mmerliche Versuch, mittels implantierter Technik die physischen und psychischen UnzulÃ¤nglichkeiten und Defizite der Gattung <em>Homo sapiens </em>zu kompensieren und seine eigene niedere Herkunft damit zu verschleiern.</p>
<p>Die Antwort der Tyi lieÃŸ nicht lange auf sich warten. Eine Retorten-Spezies, deren Weibchen unfÃ¤hig seien, Nachwuchs zu gebÃ¤ren und sich nur mithilfe organischer MonstrÃ¶sitÃ¤ten wie Uterusfarmen unter Brutkuppeln fortzupflanzen vermochten, sollte sich nicht anmaÃŸen, eine hÃ¶here Stufe in der Evolutionsleiter zu beanspruchen als jene Spezies, deren Zuchtprogramm sie entstammte. Eine Kunstrasse wie die Geniden, so der PrÃ¤sidialrat auf Murna, die ohne technische Hilfsmittel und genetische Fingerfertigkeit innerhalb einer Generation aussterben wÃ¼rde, stÃ¼nde evolutionstechnisch unter jeder Art, die zumindest die elementarsten biologischen Grundvoraussetzungen fÃ¼r ihren Erhalt erfÃ¼lle.</p>
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		<title>Deep Space Asylum &#8211; Ausgabe 2 (Teil 4)</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 09:55:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Smetana 531</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deep Space Asylum]]></category>

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		<description><![CDATA[Fortsetzung des Interviews mit Dr. Barnabas Levi. Kolonieschiff Edoxos, Exon 37-233
 DSA: Willkommen zurÃ¼ck zur DSA-Liveberichterstattung von der Edoxos. Dr. Levi, wÃ¼rde es Ihnen etwas ausmachen, bei Ihrem zweiten Versuch auf einen SchlÃ¤ger zu verzichten und den Ball einfach durch den Horizont zu werfen?
Levi: Wollen Sie mich beleidigen?
DSA: Nein, den Sender vor weiterem Schaden bewahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fortsetzung des Interviews mit Dr. Barnabas Levi. </strong>Kolonieschiff <em>Edoxos, </em>Exon 37-233</p>
<p><strong> DSA:</strong> Willkommen zurÃ¼ck zur DSA-Liveberichterstattung von der <em>Edoxos</em>. Dr. Levi, wÃ¼rde es Ihnen etwas ausmachen, bei Ihrem zweiten Versuch auf einen SchlÃ¤ger zu verzichten und den Ball einfach durch den Horizont zu werfen?</p>
<p><strong>Levi:</strong> Wollen Sie mich beleidigen?</p>
<p><span id="more-249"></span><strong>DSA:</strong> Nein, den Sender vor weiterem Schaden bewahren und die Reportage fortsetzen, ohne das Budget zu strapazieren â€“ mit freundlichen GrÃ¼ÃŸen aus der Regie.</p>
<p><strong>Levi:</strong> Vielleicht sollten Sie das Konzept Ihrer Sendung noch einmal Ã¼berdenken &#8230; Aber gut, hier ist das <em>Corpus Delicti</em>. Ich werfe wie gewÃ¼nscht â€“ und schwupp, weg ist er.</p>
<p><strong>DSA: </strong>Das war alles?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Was hatten Sie erwartet, junge Dame? Dass es blitzt, zischt oder knallt? Es geht hier nicht um Effekte, sondern darum, ein Wurmloch zu Ã¶ffnen, ohne eine natÃ¼rliche kosmische Energiequelle anzuzapfen â€“ und letztlich um einen Materietransfer von A nach B, der die StabilitÃ¤t des Bilosters unter Beweis stellt. Allerdings sollten wir das Arrival-Signal des Balles lÃ¤ngst empfangen haben &#8230;</p>
<p><strong>DSA: </strong>Vielleicht ist wÃ¤hrend des Transfers etwas schief gegangen &#8230;</p>
<p><strong>Levi:</strong> Durchaus mÃ¶glich. Die <em>Jago</em> kÃ¶nnte explodiert sein.</p>
<p><strong>DSA:</strong> So schwarz wollen wir das Szenario dann doch nicht malen. Lassen Sie uns einfach noch ein paar Minuten warten. Liebe Zuschauer, ich stehe kaum einen Meter entfernt von einem PhÃ¤nomen, dessen physikalisches Prinzip die Zukunft der Menschheit grundlegend verÃ¤ndern kÃ¶nnte. Allein der Gedanke, dass ich nur die Hand auszustrecken brauche, um Teil dieses Wundes zu werden, lÃ¤sst mir einen kalten Schauer Ã¼ber den RÃ¼cken laufen &#8230; Dr. Levi, ist es mÃ¶glich, den Horizont zu berÃ¼hren?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Zweifellos nicht. Eine Schwarzschild-Membran ist keine physische Barriere, sondern eine Raumzeit-EntitÃ¤t. Sie dÃ¼rfen sich davon gerne selbst Ã¼berzeugen, aber Sie werden auf keinerlei Widerstand stoÃŸen.</p>
<p><strong>DSA:</strong> Das ist wirklich bizarr &#8230; Meine Fingerkuppen &#8230; die Finger &#8230; meine Hand, alles verschwindet einfach. Verehrte Zuschauer, ich wÃ¼rde gerne sagen, dass es sich seltsam anfÃ¼hlt, dass es heiÃŸ ist oder kalt, aber ich fÃ¼hle Ã¼berhaupt nichts. Dr. Levi, kÃ¶nnten Sie unserem Publikum vielleicht erklÃ¤ren, was in diesem Augenblick mit meiner Hand geschieht?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Das weiÃŸ bisher leider noch niemand so genau. Ich kÃ¶nnte lediglich einige Hypothesen vorstellen, doch selbst diese wÃ¼rde den Rahmen Ihrer Sendung sprengen.</p>
<p><strong>DSA: </strong>Und wo, Ã¤h &#8230; befindet sich meine Hand jetzt?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Etwa 19.000 Kilometer von Ihrem Arm entfernt, im Zephaniah-Arboretum der <em>Jago,</em> wo das zweite GrÃ¼n angelegt ist â€“ hoffe ich zumindest.</p>
<p><strong>DSA: </strong>Definieren Sie bitte: <em>hoffe ich!</em></p>
<p><strong>Levi: </strong>Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, sofern keine externe RaumzeitstÃ¶rung auf das Wurmloch einwirkt. Es kÃ¶nnte sein, dass der Biloster sich aufgrund stellarer oder gravitativer Interferenzen um ein paar Winkelminuten verschoben hat. Dies wÃ¼rde auch das noch nicht eingetroffene Transponder-Signal erklÃ¤ren.</p>
<p><strong>DSA: </strong>Wollen Sie damit andeuten, meine Hand kÃ¶nnte auch schockgefrostet im Weltraum hÃ¤ngen?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Relativ unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Die MÃ¶glichkeit, dass Ihre Hand in einem Schaf, einem Armacost-Generator oder einem anderen Kolonisten steckt, ist um ein Vielfaches grÃ¶ÃŸer. Warum zappeln Sie denn so?</p>
<p><strong>DSA:</strong> Ich stecke fest &#8230;</p>
<p><strong>Levi: </strong>Ach ja, das hatte ich vergessen: Der Objekttransfer ist nur in eine Richtung mÃ¶glich, um Kollisionen innerhalb des Bilosters zu vermeiden.</p>
<p><strong>DSA: </strong>Soll das heiÃŸen, es gibt keine MÃ¶glichkeit mehr, meine Hand aus dem Portal herauszuziehen?</p>
<p><strong>Levi: </strong>HerÃ¼berzuziehen, junge Dame. <em>Her-Ã¼-ber! </em>Ein Wurmloch ist kein dreidimensionaler BehÃ¤lter. SpÃ¼ren Sie Ihre Hand noch? KÃ¶nnen Sie die Finger bewegen?</p>
<p><strong>DSA: </strong>Ich bin mir nicht sicher &#8230;</p>
<p><strong>Levi: </strong>Warum strecken Sie nicht einfach Ihren hÃ¼bschen Lockenkopf durch den Horizont und sehen nach?</p>
<p><strong>DSA: </strong>Sie wollen mich loswerden, habe ich Recht? Irgend jemand bezahlt Sie dafÃ¼r, mich umzubringen.</p>
<p><strong>Levi:</strong> Seien Sie unbesorgt, junge Dame, dieses taube GefÃ¼hl in Ihrer Hand beruht auf einem rein natÃ¼rlichen PhÃ¤nomen. Sie wÃ¼rden Ihre Hand nicht einmal spÃ¼ren, wenn der Ausgang des Wurmloches nur einen Millimeter hinter dem Eingang lÃ¤ge. Aufgrund der Polarisierung des Bilosters gelangt keinerlei Energie auf diese Seite. Da hierzu selbstverstÃ¤ndlich auch neurale Reize zÃ¤hlen, empfÃ¤ngt das Gehirn keine Nervenimpulse mehr von Ihrer Hand. Sie werden sich also erst wieder vollstÃ¤ndig fÃ¼hlen, wenn Sie auf die andere Seite wechseln &#8230;</p>
<p><strong>DSA:</strong> Das beantwortet nicht die Frage, was mich dort erwartet.</p>
<p><strong>Levi:</strong> Im wahrscheinlichsten Fall ein Gartenbau-Androide. Im unwahrscheinlichsten Fall eine gÃ¶ttliche Instanz. Beide kÃ¶nnen Ihnen zweifellos weiterhelfen.</p>
<p><strong>DSA:</strong> Regie? Haben wir schon eine Nachricht von der <em>Jago? </em>Regie? Hallo &#8230;?</p>
<p><strong>Levi:</strong> Kein Grund zur Panik, junge Dame. WomÃ¶glich wurde der Ausgang des Bilosters nur ein wenig verschoben, in eine Schiffssektion<em>, </em>die Transponder-Signale blockiert. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der Sender bei der Kollision mit Ihrem Kameradings einfach nur beschÃ¤digt wurde und Sie im vorbestimmten Zielsektor landen. Von hier aus kann man das leider nicht feststellen. Alles ist denkbar, auch im Bezug auf Ihre vermisste GliedmaÃŸe. Sie verfÃ¼gen momentan also gewissermaÃŸen Ã¼ber SchrÃ¶dingers Hand. Damit lieÃŸe sich viel Geld verdienen &#8230;</p>
<p><strong>DSA: </strong>DÃ¼rfte ich Sie daran erinnern, dass dies eine Live-Sendung ist?</p>
<p><strong>Levi:</strong> Wir kÃ¶nnten Ihren Arm dicht Ã¼ber dem Ereignishorizont abtrennen. Blut war schon immer gut fÃ¼r die Quote.</p>
<p><strong>DSA: </strong>Sehr witzig &#8230;</p>
<p><strong>Levi: </strong>VernÃ¼nftiger wÃ¤re es jedoch, einfach Ihrer Hand zu folgen. Ich bin sicher, Sie kÃ¶nnen auf der <em>Jago</em> ein Shuttle mieten, damit sind Sie ruck, zuck wieder hier. Erlauben Sie mir, Sie angesichts der Unannehmlichkeiten zum Abendessen einzuladen. Sagen wir 20 Uhr?</p>
<p><strong>DSA: </strong>Die <em>Jago</em> befindet sich Ã¼ber der gegenÃ¼berliegenden HemisphÃ¤re von Sabiador &#8230;!</p>
<p><strong>Levi: </strong>Ja, das Wurmloch fÃ¼hrt quer durch den Planeten, das erhÃ¶ht die KomplexitÃ¤t des Spiels und die GlaubwÃ¼rdigkeit meiner Erfindung. Finden Sie das nicht groÃŸartig?</p>
<p><strong>DSA: </strong>Nein, verdammt noch mal! Es wird Tage dauern, bis ich zurÃ¼ck bin!</p>
<p><strong>Levi: </strong>Das ist nicht tragisch, ich habe abends praktisch immer Zeit.</p>
<p><strong>DSA: </strong>Na, dann kommen Sie doch einfach mit auf die <em>Jago</em>. Ich kenne ein wunderbares Lokal auf dem Priolta-Deck.</p>
<p><strong>Levi: </strong>Junge Dame, halten Sie mich fÃ¼r verrÃ¼ckt? Ich spaziere doch in meinem Alter nicht ohne Raumanzug durch ein Quantengolf-Biloster &#8230;</p>
<p><strong>DSA: </strong>Na, groÃŸartig &#8230;<em> Regie? </em>Hallo Regie, kann mich jemand hÃ¶ren? Ich habe hier ein kleines Problem &#8230;</p>
<p><strong>Levi: </strong>Ruhig Blut, meine Liebe, mathematisch gesehen ist die Raumzeit nur eine vierdimensionale, pseudo-riemannsche Mannigfaltigkeit. StÃ¶ren Sie sich dabei nicht an der vierten Dimension, sie ist unbegreiflich. Versuchen Sie statt dessen alles mit den Augen eines Golfballes zu sehen. Nachdem Sie den Horizont passiert haben, folgen Sie einfach den Kruskal-Szekeres-Koordinaten bis zum Dirac-See. Dort mieten Sie sich ein Quanten-Tretboot, um ans gegenÃ¼berliegende Ufer zu gelangen. Aber geben Sie Acht, dass Ihnen dabei die Thorne-Konstante nicht herunterfÃ¤llt, sonst bekommen Sie ein Expansionsproblem.</p>
<p><strong>DSA: </strong>Na, groÃŸartig &#8230; Verehrte Zuschauer, ich beende hiermit unsere Reportage von der <em>Edoxos</em> und folge gezwungenermaÃŸen meiner Hand â€“ wohin auch immer. Falls ich in den nÃ¤chsten Minuten nicht im interstellaren Raum oder in einer Armacost-Brennkammer lande, werde ich versuchen, aus der Not eine Tugend zu machen und mich zur nÃ¤chsten Folge von <em>Deep Space Asylum </em>vom Kolonieschiff <em>Jago</em> zurÃ¼ckzumelden. WÃ¼nschen Sie mir GlÃ¼ck, damit wir auch in Zukunft einen Blick hinter die kosmische BÃ¼hne werfen kÃ¶nnen, um auf dem schmalen Grat zwischen Grenzwissenschaften und seriÃ¶ser Forschung zu wandeln, zwischen Spekulationen und Fakten, UnerklÃ¤rlichem und Trivialem, Peinlichkeit und GenialitÃ¤t. Das war CÃ©line Soubeyrand live von der <em>Edoxos</em><em>. </em></p>
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		<title>Deep Space Asylum &#8211; Ausgabe 2 (Teil 3)</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 16:14:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Smetana 531</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deep Space Asylum]]></category>

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		<description><![CDATA[Fortsetzung des Interviews mit Dr. Barnabas Levi. Kolonieschiff Edoxos, Exon 37-233
DSA: Laut einer progressiven, von Dr. Levi persÃ¶nlich durchgefÃ¼hrten Multimoment-Studie hÃ¤tte eine ausgewogene Verteilung sogenannter Rota-Levitoren auf allen Kolonieschiffen nicht zu unterschÃ¤tzende Vorteile. Kolonisten kÃ¶nnten die Portale als NotausgÃ¤nge benutzen, um sich auf andere Schiffe oder in sichere Bordsektionen zu retten.
Im Falle eines HÃ¼llenbruchs wÃ¤re [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fortsetzung des Interviews mit Dr. Barnabas Levi. </strong>Kolonieschiff <em>Edoxos, </em>Exon 37-233</p>
<p><strong>DSA: </strong>Laut einer progressiven, von Dr. Levi persÃ¶nlich durchgefÃ¼hrten Multimoment-Studie hÃ¤tte eine ausgewogene Verteilung sogenannter <em>Rota</em>-Levitoren auf allen Kolonieschiffen nicht zu unterschÃ¤tzende Vorteile. Kolonisten kÃ¶nnten die Portale als NotausgÃ¤nge benutzen, um sich auf andere Schiffe oder in sichere Bordsektionen zu retten.</p>
<p><span id="more-245"></span>Im Falle eines HÃ¼llenbruchs wÃ¤re es mÃ¶glich, die betroffenen Decks zu belÃ¼ften, indem Sauerstoff aus anderen Schiffen hineingeleitet wird. Die Dekompression kÃ¶nnte dadurch zumindest so lange hinausgezÃ¶gert werden, bis alle Kolonisten evakuiert wurden. Waren und GÃ¼ter mÃ¼ssten nicht mehr mit Frachtern von Schiff zu Schiff transportiert werden, sondern lieÃŸen sich bequem Ã¼ber das Biloster-Netz austauschen. Im Rahmen einer gleichmÃ¤ÃŸigen Installation von Generatoren wÃ¤re es laut Dr. Levi theoretisch mÃ¶glich, auf allen Schiffen einen einheitlichen kulturellen, medizinischen und wirtschaftlichen Standard nach dem Prinzip eines diffundierenden, selbstregulierenden Systems zu etablieren.</p>
<p>Doch selbst das ambitionierteste und innovativste Projekt ruft Zweifler auf den Plan, die sich jeglicher Art von zukunftsweisenden Ideen verschlieÃŸen. Bedenken Ã¤uÃŸerten jedoch auch renommierte Wissenschaftler. Sie verwiesen darauf, dass es nicht mÃ¶glich sei, eine Energie zu zÃ¤hmen, die nach gÃ¤ngigen physikalischen Gesetzen nicht kontrollierbar ist. In wenigen Minuten werden wir erfahren, ob ihre Sorgen berechtigt waren.</p>
<p>Dr. Levi, bevor Sie zur Tat schreiten und dabei womÃ¶glich das Schiff einsaugen, dÃ¼rfte ich Sie bitten, unseren fachfremden Zuschauern kurz zu erklÃ¤ren, worum es sich bei dieser geheimnisvollen <em>Rota-</em>Materie Ã¼berhaupt handelt &#8230;</p>
<p><strong>Levi: </strong>Kurz gesagt: um polarisierte Materie mit negativer Energiedichte.</p>
<p><strong>DSA: </strong>Also um eine Form von Antimaterie?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Mitnichten, obwohl sich zumindest fÃ¼r Fermionen die Antiteilchen formal durch ZustÃ¤nde negativer Energie beschreiben lassen. Es handelt sich vielmehr um Teilchen positiver Energie, die sich rÃ¼ckwÃ¤rts durch die Zeit bewegen. <em>Rota</em>-Materie besitzt die Eigenschaft, in einem bestimmten Raumgebiet antigravitativ zu wirken, und trÃ¤gt somit wesentlich zur StabilitÃ¤t eines geÃ¶ffneten Wurmlochs bei. Dieser in Fachkreisen auch als <em>Exo</em>-Materie bezeichnete Stoff erzwingt eine Dreidimensionierung des Bilosters und schafft so die Voraussetzung, dass ein Transit von Materie Ã¼berhaupt erst mÃ¶glich wird. Mein Feldgenerator ist in erster Linie eine Maschine, die positive in negative Materie umwandelt &#8230;</p>
<p><strong>DSA: </strong>&#8230; zu einem Stoff, der das Wurmloch von innen stabil hÃ¤lt.</p>
<p><strong>Levi: </strong>Korrekt. In seinem natÃ¼rlichem Zustand ist der Ereignishorizont eines Bilosters ein zweidimensionales Gebilde, das sich auf seiner positiv gepolten Seite in unseren dreidimensionalen Raum hinein Ã¶ffnet, auf seiner negativ gepolten jedoch in ein eindimensionales mathematisches Konstrukt fÃ¼hrt, die eigentliche Einstein-Rosen-BrÃ¼cke. Im Gegensatz zu Schwarzen LÃ¶chern, die in einer geschlossenen Punkt- oder RingsingularitÃ¤t enden, ist ein Biloster eine offene SingularitÃ¤t, ein sogenannter Van-Mergod-Strang. Man kÃ¶nnte diesen als platonischen Raumzeittunnel bezeichnen, denn in inaktivem Zustand besteht er lediglich <em>aus der Information,</em> dass er existiert und Ã¼ber welche Distanz er sich erstreckt, aber er besitzt keine wahrnehmbare Ausdehnung. Der Strang ist quasi nur ein Memo auf der Raumzeitmatrix. Dies Ã¤ndert sich jedoch bei seiner Aktivierung durch einen <em>Rota</em>-Levitor.</p>
<p>Falls Sie nun ein paar Schritte zurÃ¼cktreten, stehen Ihre Chancen gut, die nachfolgende Explosion zu Ã¼berleben &#8230;</p>
<p><strong>DSA: </strong>Bitte?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Das war ein Scherz, junge Dame. Auf der Erde wusste man pointierte Ironie noch zu schÃ¤tzen.</p>
<p><strong>DSA: </strong>Bedaure, Ihren Humor nicht teilen zu kÃ¶nnen, Dr. Levi. Ich erblickte das Licht des Schiffes erst im zweiten Jahr der Reise.</p>
<p><strong>Levi: </strong>Das Licht des Schiffes, sehr schÃ¶ner Phraselogismus &#8230; Sie sollten trotzdem ein wenig Abstand nehmen. Immerhin ist das ein Prototyp, und damit passieren bekanntlich die unmÃ¶glichsten Sachen. Die Passagiere der <em>Phaun</em> kÃ¶nnten ein Lied davon singen &#8230;</p>
<p><strong>DSA: </strong>HÃ¤tten Sie vielleicht ein paar Insider-Tipps fÃ¼r den Notfall?</p>
<p><strong>Levi: </strong><em>Insider,</em> sehr treffend. Sie haben wirklich Esprit, junge Dame. Nun, falls ich plÃ¶tzlich verschwunden sein sollte, werfen Sie sich am besten flach auf den Boden. Falls der Boden ebenfalls verschwinden sollte, dÃ¼rften Sie so zumindest noch Zeit finden, die Sendung zu beenden.</p>
<p><strong>DSA: </strong>Na, groÃŸartig &#8230;</p>
<p><strong>Levi: </strong>Sie sagten Insider-Tipps, nicht Ãœberlebenstipps.</p>
<p><strong>DSA: </strong>Liebe Zuschauer, wÃ¤hrend ich mir ein sicheres PlÃ¤tzchen suche, nutzen wir diese Gelegenheit fÃ¼r eine kurze Werbepause.</p>
<p><em>Einige Minuten spÃ¤ter &#8230;</em></p>
<p><strong>DSA: </strong>Willkommen zurÃ¼ck. Wie man sieht, sind sowohl ich als auch das Schiff noch zugegen. WÃ¤hrend Sie die Livebilder der Kameradrohne sehen, die Dr. Levi Ã¼ber die Schulter blickt, kann ich das Geschehen nur aus der Ferne kommentieren. Ich glaube, der Rota-Generator ist nun aktiv. Es hat sich offenbar so etwas wie ein Kraftfeld gebildet. Seine OberflÃ¤che schillert und befindet sich in einer Art Schwingung, wie eine Membran aus Seifenlauge. Es fÃ¤llt mir schwer zu glauben, einem der grÃ¶ÃŸten Mysterien der Astrophysik gegenÃ¼berzustehen, gespeist von einer der geheimnisvollsten Materieformen, die im Universum zu finden sind. Das Portal dieses Raumzeit-Tunnels ist transparent. Ich kann den Park hinter dem Tor erkennen. Die Landschaft besitzt lediglich eine rÃ¶tliche TÃ¶nung.</p>
<p><strong>Levi: </strong>Kommen Sie ruhig wieder nÃ¤her. Der Schlund zur HÃ¶lle ist offen. Mehr als das, was Sie hier sehen, passiert im Grunde nicht.</p>
<p><strong>DSA:</strong> Danke, Dr. Levi. Immerhin leben wir noch, und das Schiff ist auch noch da &#8230;</p>
<p><strong>Levi: </strong>Irrtum, junge Dame, Sie sind tot. Was Sie gerade erfahren, ist lediglich ein Bewusstseinsecho. Ein Neuronenfeuer-Nachhall, mehr nicht.</p>
<p><strong>DSA: </strong>Na, dann bin ich ja beruhigt. Und das ist also ein Schwarzes Loch?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Nein, <em>das</em> ist lediglich eine Schwarzschild-Membran, der Ereignishorizont einer statischen Einstein-Rosen-BrÃ¼cke. Ein Wurmloch verbindet in der Regel mindestens zwei Raumzeitanomalien. Bei einem Schwarzen Loch existiert keine zweite Anomalie, die mit der ersten in Wechselbeziehung stÃ¼nde. WÃ¤re dies der Ereignishorizont eines Kollapsars, wÃ¤ren Sie und ich und zweifellos auch die <em>Edoxos</em> aufgrund aufgrund des Gravitationssoges lÃ¤ngst nicht mehr hier. Vor diesem Portal jedoch kÃ¶nnten Sie eine Daunenfeder fallen lassen. Sie wÃ¼rde ohne jeglichen Schwerkrafteinfluss des <em>Bilosters</em> zu Boden sinken &#8211; solange sie die Membran nicht berÃ¼hrt.</p>
<p>WÃ¤ren Sie nun bitte so freundlich, mir den <em>Aresia Niblick</em> zu reichen?</p>
<p><strong>DSA: </strong>Wen?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Den GolfschlÃ¤ger mit dem blauen Schaft &#8230; Vielen Dank. Platzieren Sie ihr Kameradings Ã¼ber dem Scheitel des Portals und stellen Sie sicher, dass es das Feld davor und dahinter im Fokus hat. Der Abschlag erfolgt aus gut dreiÃŸig Metern Entfernung, so dass der Ball mit einer Geschwindigkeit von rund 25 Metern pro Sekunde auf die Schwarzschild-Membran trifft. In seinem Inneren befindet sich ein Transponder. Hat er das GrÃ¼n auf der <em>Jago</em> erreicht, sendet er eine AnkunftsbestÃ¤tigung &#8230; Sind Sie soweit?</p>
<p><strong>DSA: </strong>Aufnahme lÃ¤uft!</p>
<p><strong>Levi: </strong>Oh, hoppla &#8230;</p>
<p><strong>DSA: </strong>Sie haben die Kamera getroffen!</p>
<p><strong>Levi: </strong>Verzeihung.</p>
<p><strong>DSA: </strong>Wissen Sie, wie teuer so eine Sonde ist? &#8230; Regie, kann man mich hÃ¶ren? Ist das Sendemodul noch intakt? &#8230; Ja, danke &#8230; Ich hÃ¶re gerade, dass wir nur noch auf Audio sind &#8230;<strong> </strong>Regie, kÃ¶nntet ihr bitte eine Ersatz-Kamerasonde auf Deck 103 schicken? Sektion 47G, Arboretum-Parzelle 211. Am besten gleich eine der gepanzerten fÃ¼r Konfliktberichterstattungen! &#8230; Dr. Levi, wohin gehen Sie?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Ich suche den Ball &#8230;</p>
<p><strong>DSA: </strong>Haben Sie keinen Ersatz dabei?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Keinen mit Transponder.</p>
<p><strong>DSA: </strong>Du liebe GÃ¼te &#8230; Verehrte Zuschauer &#8211; oder, Ã¤h &#8230; ZuhÃ¶rer &#8211; ich bitte die auÃŸerplanmÃ¤ÃŸige Unterbrechung zu entschuldigen. Wir machen eine kurze Werbepause und sind hoffentlich in wenigen Minuten mit Bild und Ton wieder live fÃ¼r Sie da.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212; WERBUNG &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
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		<title>Deep Space Asylum &#8211; Ausgabe 2 (Teil 2)</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 14:06:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Smetana 531</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deep Space Asylum]]></category>

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		<description><![CDATA[Meinem heutigen GesprÃ¤chspartner, dem Astrophysiker Dr. Barnabas Levi, wird nachgesagt, er sei der personifizierte Beweis dafÃ¼r, dass der Mensch nicht vom Affen, sondern von einer verirrten Raumzeit-EntitÃ¤t abstamme und Genie und Wahnsinn BlutsbrÃ¼der seien. Lassen Sie uns also herausfinden, ob diese GerÃ¼chte einen wahren Kern besitzen oder nur Diffamierungen missgÃ¼nstiger und selbstverliebter Kollegen sind.
DSA: Guten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meinem heutigen GesprÃ¤chspartner, dem Astrophysiker Dr. Barnabas Levi, wird nachgesagt, er sei der personifizierte Beweis dafÃ¼r, dass der Mensch nicht vom Affen, sondern von einer verirrten Raumzeit-EntitÃ¤t abstamme und Genie und Wahnsinn BlutsbrÃ¼der seien. Lassen Sie uns also herausfinden, ob diese GerÃ¼chte einen wahren Kern besitzen oder nur Diffamierungen missgÃ¼nstiger und selbstverliebter Kollegen sind.</p>
<p><span id="more-240"></span><strong>DSA:</strong> Guten Morgen, Dr. Levi. Geht es Ihnen gut?</p>
<p><strong>Dr. Barnabas Levi:</strong> Bestens, junge Dame.</p>
<p><strong>DSA:</strong> Warum liegen Sie auf dem Boden?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Es gibt einfach keinen triftigen Grund, aufrecht zu stehen.</p>
<p><strong>DSA:</strong> Und wo sind Ihre Schuhe?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Auf der <em>Jago</em>.</p>
<p><strong>DSA:</strong> Auf der &#8230; <em>bitte wo? </em></p>
<p><strong>Levi: </strong>Nun ja, zumindest mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. Es ist immerhin nicht ganz auszuschlieÃŸen, dass Heisenberg doch recht hatte.</p>
<p><strong>DSA:</strong> Aber die <em>Jago</em> befindet sich auf der gegenÃ¼berliegenden Seite des Colony-Belts!</p>
<p><strong>Levi: </strong>GroÃŸartig, nicht wahr? Sagen Sie, wieso legen Sie sich nicht einfach dazu, dann kÃ¶nnen wir ganz entspannt mit dem Interview beginnen.</p>
<p><strong>DSA:</strong> Wir sind bereits auf Sendung, Dr. Levi.</p>
<p><strong>Levi: </strong>Na, umso besser. Es macht Ihrem Kameradings da drÃ¼ben doch nichts aus, wenn es uns mit seinem Gravitationspufferdings von oben filmt, oder?</p>
<p><strong>DSA:</strong> Dieses Â›KameradingsÂ‹ nennt sich Argus-Drohne.</p>
<p><strong>Levi: </strong>Kommen Sie, neben mir sind noch ein paar Quadratkilometer frei, das sollte fÃ¼r Ihre BedÃ¼rfnisse reichen.</p>
<p><strong>DSA: </strong>Du lieber Himmel &#8230; Regie? KÃ¶nnen wir die Szene lÃ¶schen und nochmal von vorne beginnen?</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212; WERBUNG &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p><em>28 Minuten spÃ¤ter</em> &#8230;</p>
<p><strong>DSA:</strong> Dr. Levi, Sie sind seit mehr als 80 Jahren Wissenschaftler mit Leib und Seele. Glaubt ein Mann wie Sie noch an ZufÃ¤lle?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Junge Dame, so etwas wie &#8220;Gottes WÃ¼rfelbecher&#8221; existiert nicht. Wir leben in einem deterministischen Universum, in dem jedes physikalische Ereignis durch Ursachen vorherbestimmt ist. Jeder Gedanke, jedes fallende Blatt, jeder filigrane Kristall einer Schneeflocke war im Augenblick des Urknalls vorherbestimmt. Selbst der freie Wille des Menschen ist schiere Illusion.</p>
<p><strong>DSA: </strong>Nichtsdestotrotz beruhen viele Erfindungen der Menschheit auf Zufallsentdeckungen oder waren die Ergebnisse missglÃ¼ckt geglaubter Experimente &#8230;</p>
<p><strong>Levi: </strong>Was Sie fÃ¼r Zufall halten, hÃ¤ngt wie jeder dynamische Prozess im Universum von einer Ursache ab &#8211; nur dass uns diese unbekannt ist und wir sie folglich nicht zu ergrÃ¼nden oder zu erklÃ¤ren vermÃ¶gen. Ein Mann wie ich glaubt daher an morphogenetische Felder und die aus ihren Wechselwirkungen mit der materiellen RealitÃ¤t resultierenden Kausalketten.</p>
<p><strong>DSA:</strong> Was verstehen Sie unter einem morphogenetischen Feld?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Eine unsichtbare organisierende Struktur, die unabhÃ¤ngig von Zeit und Raum Verhaltensprozesse stimuliert, gewissermaÃŸen also ein metaphysischer Faktor der natÃ¼rlichen Selektion. Leon Saltallo bezeichnete ihn etwas sarkastisch als &#8220;telepathische Massenhysterie&#8221;.</p>
<p><strong>DSA:</strong> Sie sind also der Ansicht, alles sei vorherbestimmt und folge seit Anbeginn der Zeit einem unbegreiflichen kosmischen Plan, obwohl in 99,9999 Prozent des Universums unablÃ¤ssig tÃ¶dliche Strahlung, Gravitation und Hitze oder tÃ¶dliche KÃ¤lte und Leere herrschen? Ein infernalisches Werden und Vergehen, das sich letztendlich selbst frisst und dabei an seiner eigenen Materie erstickt?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Im Heizkessel einer Dampfmaschine finden ebenfalls infernalische Prozesse statt. Ohne diese <em>Ekpyrosis en miniatur </em>wÃ¼rde ein Verbrennungsmotor jedoch nicht funktionieren. Zugegeben, das ist ein recht antiquiertes Paradigma, aber es lÃ¤sst sich problemlos auf das moderne Universum Ã¼bertragen. Wir befinden uns gewissermaÃŸen im Inneren des Kessels, und alles innerhalb seiner Grenzen ist Teil jenes Infernos aus Quantenschaum, das das unbegreifliche Dahinter oder Drumherum antreibt. Es ist ein dynamisches Spin-Netzwerk, aber Sie dÃ¼rfen es sich nicht als in den Raum eingebettet vorstellen. Ein Raum als BehÃ¤lter fÃ¼r das Netz existiert nicht. Das Netz selbst <em>ist</em> der Raum. Zwischen seinen Verbindungen existiert Nichts. Das Universum besitzt keine KontinuitÃ¤t mehr. Sie sind darin quantisiert, ich bin quantisiert, und letztendlich sind auch Raum und Zeit quantisiert, ja &#8230; ja &#8230; Verzeihen Sie, wie lautete doch gleich noch mal Ihre Frage?</p>
<p><strong>DSA:</strong> Ã„h &#8230; nicht so wichtig, Dr. Levi. Lassen Sie uns lieber zum eigentlichen Anlass unseres Interviews wechseln. Ist es wahr, dass Sie es mithilfe der Solms-Stringquantenmechanik vollbracht haben, einen klassischen 18-Loch-Golfparcours zu gestalten, der nicht nur Ã¼ber 18 Bahnen, sondern auch durch ebenso viele Kolonieschiffe fÃ¼hrt?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Nein.</p>
<p><strong>DSA:</strong> <em>Nein?</em></p>
<p><strong>Levi: </strong>Der Parcours endet immer dort, wo er auch beginnt: in diesem Fall also wieder auf der <em>Edoxos</em>. Es sind daher nur 17 Schiffe. Sie mÃ¼ssen den Kreis schlieÃŸen, verstehen Sie? Es ist wichtig, den Kreis zu schlieÃŸen. Der Anfang muss daher gleichzeitig immer das Ende sein.</p>
<p><strong>DSA:</strong> Okay, also so eine Art Quanten-Samsara &#8230; Es ist also theoretisch mÃ¶glich, durch dieses Portal <em>ohne Zeitverlust</em> auf ein anderes Kolonieschiff zu wechseln?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Nein, junge Dame, es ist zweifellos auch <em>praktisch</em> mÃ¶glich, sonst wÃ¼rde ich hier nicht barfuÃŸ im Park stehen und meinen Ruf aufs Spiel setzen. Objektiv betrachtet entpuppt sich die vermeintlich zeitlose Reise durch ein Wurmloch jedoch als Mogelpackung. Sie kommt einem Menschen nur deshalb so unmittelbar vor, weil er wÃ¤hrend des Transits quasi rÃ¼ckwÃ¤rts durch die Zeit stÃ¼rzt &#8211; wie alles, das sich schneller bewegt als das Licht. Dieses sogenannte Sioblom-Paradoxon dient dazu, die Dauer des in Wirklichkeit keinesfalls zeitlosen Transits zu relativieren und den Transenten rechtzeitig zum Zeitpunkt t<sup>0</sup> den Ausgang der BrÃ¼cke erreichen zu lassen. Man kÃ¶nnte also sagen, ein Biloster ist ein selbstregulierendes System.</p>
<p>Ein Mensch nimmt von dieser invertiven Reise nichts wahr, unabhÃ¤ngig davon, ob der Transit Sekunden, Minuten oder sogar mehrere Stunden in Anspruch nimmt. FÃ¼r einen auÃŸenstehenden Beobachter verlÃ¤uft der Sprung ebenso unmittelbar wie fÃ¼r den Wurmloch-Reisenden. Das Erlebte findet fÃ¼r letzteren gewissermaÃŸen gar nicht statt, da innerhalb des Bilosters jeder Sinneseindruck sofort durch einen neuen, &#8220;frÃ¼heren&#8221; Sinneseindruck Ã¼berlagert wird. So ist das Gehirn auch nicht im Stande, Zeitinformationen Ã¼ber den Transit zu speichern, denn es kann sich unmÃ¶glich an etwas erinnern, das gar nicht (bzw. <em>noch</em> nicht) geschehen ist. Einem Wurmloch-Reisenden kommt der Transit daher ebenfalls zeitlos vor.</p>
<p>Saltallo bezeichnete dieses Paradoxon als negative, antichronologische Wahrnehmung und charakterisiert es als &#8220;rasch abfolgende Kette substanzloser Vorher-Erlebnisse&#8221;. Heute kennen wir es unter dem Namen Divergenz-Kaskade.</p>
<p><strong>DSA:</strong> Dr. Levi, laut Ihrer Beschreibung wÃ¼rde dies bedeuten, dass man einen Biloster jÃ¼nger wieder verlÃ¤sst als man ihn betreten hat?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Rein physikalisch betrachtet ist das korrekt, doch der Nutzen steht in keinem VerhÃ¤ltnis zum Aufwand. Denken Sie also besser gar nicht an einen heiligen Gral der Astrophysik oder einen Jungbrunnen. WÃ¼rden Sie innerhalb eines Tages rund zehntausend Mal durch ein Wurmloch reisen, wÃ¤ren Sie am Ende tatsÃ¤chlich messbar jÃ¼nger, doch die Differenz lÃ¤ge nur im zweistelligen Sekundenbereich.</p>
<p><strong>DSA: </strong>Wie weit kÃ¶nnte man Ihrer Ansicht nach durch einen derartigen Tunnel reisen?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Theoretisch so weit Sie wollen. Man misst die LÃ¤nge eines Bilosters &#8211; besser gesagt die Distanz, die er Ã¼berbrÃ¼ckt &#8211; in Tyrell, wobei zur Unterteilung auf gÃ¤ngige Dezimal-PrÃ¤fixe zurÃ¼ckgegriffen wird. Die Entfernung zwischen der <em>Edoxos</em> und der <em>Jago</em> betrÃ¤gt beispielsweise knapp 18 Kilotyrell auf der nach oben bis ins Unendliche offenen Trontstein-Skala. Der Durchmesser des Universums hingegen belÃ¤uft sich nach dem aktuellen Stand der Forschung auf mindestens 37 Exatyrell &#8211; sofern man bei einer Moebius-Mannigfaltigkeit Ã¼berhaupt von nur <em>einem </em>Durchmesser sprechen kann.</p>
<p>Da niemand wissen kann, wo der Raumzeit-Tunnel mÃ¼ndet, durch den Sie auf die andere Seite des Universums zu reisen gedenken, rate ich jedoch dringend von einem Selbstversuch ab. Sie kÃ¶nnten im leeren Raum oder im Inneren einer Sonne landen &#8230;</p>
<p><strong>DSA:</strong> Unsere Zuschauer sind zweifellos ebenso gespannt sind wie ich, ob eine derartig revolutionÃ¤re Technik tatsÃ¤chlich <em>innerhalb</em> eines Raumtransporters funktionieren kann, ohne seine direkte Umgebung oder sogar die SchiffsintegritÃ¤t zu gefÃ¤hrden. Was halten Sie daher von einer Demonstration Ihres <em>Rota</em>-Generators?</p>
<p><strong>Levi: </strong>Sie meinen eine Aktivierung des Portals?</p>
<p><strong>DSA:</strong> Ja</p>
<p><strong>Levi: </strong>Ich hatte schon befÃ¼rchtet, Sie wÃ¼rden das <em>nie</em> fragen &#8230;</p>
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		<title>Deep Space Asylum &#8211; Ausgabe 2 (Teil 1)</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Jan 2011 12:49:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Smetana 531</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deep Space Asylum]]></category>

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		<description><![CDATA[Guten Morgen, Sabiador! Hier ist CÃ©line Soubeyrand fÃ¼r Colony Vision Networks im Exon 37-233, dem 21. August des Jahres 2182 alter Zeitrechnung. Ich begrÃ¼ÃŸe den Colony-Belt zu einer neuen Folge von Deep Space Asylum, dem Magazin fÃ¼r Kurioses, Wundersames und Sonderbares aus der Nachbarschaft und den Tiefen des Universums. Auch heute werfen wir wieder einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Morgen, Sabiador! Hier ist CÃ©line Soubeyrand fÃ¼r Colony Vision Networks im Exon 37-233, dem 21. August des Jahres 2182 alter Zeitrechnung. Ich begrÃ¼ÃŸe den Colony-Belt zu einer neuen Folge von <em>Deep Space Asylum</em>, dem Magazin fÃ¼r Kurioses, Wundersames und Sonderbares aus der Nachbarschaft und den Tiefen des Universums. Auch heute werfen wir wieder einen Blick hinter die kosmische BÃ¼hne, um auf dem schmalen Grat zwischen Grenzwissenschaften und seriÃ¶ser Forschung zu wandeln.</p>
<p><span id="more-232"></span>Wie in unserer Pilotfolge angekÃ¼ndigt, senden wir heute live von Bord der <em>Edoxos</em>. Ich befinde mich hier in einer ihrer weitlÃ¤ufigen GrÃ¼nanlagen, wobei â€ºgrÃ¼nâ€¹ bereits ein SchlÃ¼sselwort unseres heutigen Themas ist &#8211; â€ºgrÃ¼n-schwarzâ€¹, um genau zu sein. Wer anhand dieser metaphorischen Anspielung falsche SchlÃ¼sse zieht und hofft, Salatgerichte oder die neueste Produktpalette von SchÃ¤dlingsbekÃ¤mpfungsmitteln vorgestellt zu bekommen, den muss ich leider enttÃ¤uschen. Es steht Ihnen jedoch frei, auf einen unserer 416 Shopping-KanÃ¤le zu wechseln.</p>
<p>Die Parkanlage, die Sie hinter mir sehen, ist das Van Hoogenkamp-Arboretum auf Deck 103 und mit 48 Quadratkilometern FlÃ¤che die grÃ¶ÃŸte natÃ¼rliche Sauerstofffabrik der <em>Edoxos</em>. Jeder einzelne Baum auf diesem GelÃ¤nde produziert tÃ¤glich zwischen 1000 und 3000 Liter O<sub>2</sub> und somit die lebensnotwendige Atemluftgrundlage fÃ¼r durchschnittlich 10 bis 20 Kolonisten.</p>
<p>Um meinen heutigen Interviewpartner vorzustellen, muss ich einen Blick in die Vergangenheit werfen, auf die Geburtsstunde der modernen Astrophysik. Vor 247 julianischen Jahren, im PrÃ¤-Exon 210, bewiesen die Physiker Albert Einstein und Nathan Rosen, dass die RelativitÃ¤tstheorie &#8220;BrÃ¼cken&#8221; in der Raumzeit zulÃ¤sst, tunnelartige AbkÃ¼rzungen zwischen entfernten Orten im Kosmos. Durch sie, so die Einstein-Rosen-Theorie, kÃ¶nne man von einem Ende des Universums zum anderen beliebig hin und her reisen. Da im Innern dieser BrÃ¼cken sowohl Raum als auch Zeit gekrÃ¼mmt sind, dauert die Reise durch einen solchen Tunnel nur wenige Augenblicke, weshalb viele Wissenschaftler die alternativen Bezeichnungen â€ºToreâ€¹ oder â€ºPortaleâ€¹ favorisieren. Astrophysikalisch betrachtet ist ein solches Raumzeit-Tor e<strong>ine Verbindung zwischen zw</strong><strong>ei gleichwertigen Gravitationsanomalien. Der Tunnel</strong> selbst wird als Einstein-Rosen-BrÃ¼cke oder kurz Eron-BrÃ¼cke, das gesamte Objekt als <em>Biloster</em> bezeichnet. Viele Wissenschaftler bevorzugen jedoch auch heute noch den historischen Terminus â€ºWurmlochâ€¹.</p>
<p>Prinzipiell ist es denkbar, dass <em>Biloster</em> entweder zwei Orte derselben Raumzeit oder zwei parallele Raumzeiten eines sogenannten Multiversums miteinander verbinden. Niemand kann jedoch vorhersagen, an welcher Stelle der Raumzeit sich dieser Ausgang befindet. Eine Galaxie in einer Million Lichtjahre Entfernung ist ebenso wahrscheinlich wie die Abfallrecyclinganlage drei Etagen tiefer.</p>
<p>Der Wissenschaftsphilosoph Leon Saltallo war einst zu der Schlussfolgerung gekommen, dass <em>Biloster</em> fÃ¼r ihre Entstehung, vor allem jedoch fÃ¼r ihre StabilitÃ¤t sogenannte<em> Rota-</em>Materie benÃ¶tigen. FÃ¼hrende Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass eine InstabilitÃ¤t von Wurmlochverbindungen nur durch diese exotische Materieform verhindert werden kÃ¶nne. Saltallo errechnete, dass fÃ¼r ein Biloster mit nur einem Meter Durchmesser <em>Rota</em>-Materie entsprechend der Masse eines Jovians <strong>[1]</strong> benÃ¶tigt wird. Ich bin jedoch</p>
<p>Ich bin hier im Van Hoogenkamp-Arboretum jedoch mit einem Mann verabredet, der behauptet, fÃ¼r die Erschaffung eines stabilen Wurmloches weder einen <em>Jovian</em> noch Unmengen an exotischer Materie zu benÃ¶tigen, sondern lediglich einen von ihm selbst konstruierten <em>Rota</em>-Generator: eine Maschine, die positive Materie in Materie mit negativer Energiedichte umwandelt, zu einem antigravitativen Stoff, der das Wurmloch im Inneren stabil hÃ¤lt. Zu demonstrieren gedenkt er dessen FunktionstÃ¼chtigkeit CVN gegenÃ¼ber nicht etwa fernab des Schiffes, sondern hier an Bord der <em>Edoxos,</em> in diesem Park, keine zwanzig Schritte von mir entfernt.</p>
<p>Mein heutiger Interviewpartner ist eine KoryphÃ¤e auf dem Gebiet der Solms-Stringquantenmechanik. Seinen ersten Nobelpreis erhielt er bereits vor Anbruch der Zweiten Diaspora, ehe er sein irdisches Leben endgÃ¼ltig hinter sich lieÃŸ und die wissenschaftliche Leitung an Bord der <em>Edoxos</em> Ã¼bernahm. Bis ins Exon 32 lehrte er an der SchiffsuniversitÃ¤t moderne Astrophysik und Barriere-Hypernautik. Nach seiner Pensionierung ruhte er sich jedoch keinesfalls auf seinen Lorbeeren aus, sondern trieb &#8211; mittlerweile im stolzen Alter von 103 Jahren &#8211; die Realisierung innovativer privater Projekte voran. Bis zum heutigen Tag ist mein Interviewpartner bestrebt, seine berufliche PrÃ¤destination mit seiner bevorzugten FreizeitbeschÃ¤ftigung zu vereinen: der traditionellen Sportart Golf.</p>
<p>Die Rede ist von niemand Geringerem als Professor Dr. <em>multiplex honoris causa</em> Barnabas Levi! Und in wenigen Minuten wird sich herausstellen, ob sein <em>Rota</em>-Generator eine bahnbrechende Pionierarbeit ist &#8211; oder schlicht und ergreifend unser aller Ende&#8230;</p>
<hr size="1" /><strong>[1]</strong> Jovian: vom Wissenschaftsphilosophen Leon Saltallo etablierte Kurzbezeichnung fÃ¼r einen jupiterÃ¤hnlichen <em>(lat.: jovianischen) </em>Planeten, in der Regel also ein Gasplanet bzw. Gasriese, wobei Jupiter die Referenzmasse 1 darstellt.</p>
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		<item>
		<title>Der Erste Koloniekrieg (Teil 9)</title>
		<link>http://stellarvox.blackprophecy.com/de/?p=226</link>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 12:41:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Smetana 531</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der erste Koloniekrieg]]></category>

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		<description><![CDATA[Die gewonnene Schlacht Ã¼ber Utopia Planitia war der grÃ¶ÃŸte militÃ¤rische Erfolg der Separatisten wÃ¤hrend der Koloniekriege. BeflÃ¼gelt vom Sieg gingen sie kurz darauf auch auf der OberflÃ¤che des Mars in die Offensive. Die Geographie des Planeten und die enormen Distanzen zwischen den Minen verhinderten, dass die Konzerne ihre VerteidigungsmaÃŸnahmen koordinieren und sich langfristig gegen Angriffe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die gewonnene Schlacht Ã¼ber <em>Utopia Planitia</em> war der grÃ¶ÃŸte militÃ¤rische Erfolg der Separatisten wÃ¤hrend der Koloniekriege. BeflÃ¼gelt vom Sieg gingen sie kurz darauf auch auf der OberflÃ¤che des Mars in die Offensive. Die Geographie des Planeten und die enormen Distanzen zwischen den Minen verhinderten, dass die Konzerne ihre VerteidigungsmaÃŸnahmen koordinieren und sich langfristig gegen Angriffe der Separatisten behaupten konnten. <span id="more-226"></span></p>
<p>UnterstÃ¼tzt von der BevÃ¶lkerung und den elf Stadtparlamenten besetzten diese die Verwaltungszentralen, enteigneten die KolonialmÃ¤chte und vertrieben die Konzerne aus den relevanten Abbauregionen. Innerhalb weniger Wochen kontrollierten die Separatisten alle wichtigen Monorail-Trassen und Verladestationen. Hinzu kam, dass zwei der sechs auf dem Mars ansÃ¤ssigen Rohstoffkonzerne, <em>Exo-Sandyx</em> und <em>Henai Mining</em>, seit dem Anschlag auf Fernando Zarra mehr Zeit damit verbrachten, sich gegenseitig zu bekÃ¤mpfen als gegen die Separatisten vorzugehen.</p>
<p>Das Blatt wendete sich endgÃ¼ltig, als der grÃ¶ÃŸte ansÃ¤ssige Rohstoffkonzern <em>Noro Dima Minerals</em> nach internen MachtkÃ¤mpfen den Schulterschluss mit den Separatisten wagte und sich Ã¼berraschend auf Seiten der Kolonien stellte. Im Juni 2110 schlossen sich alle elf Marskolonien zur <em>Pan Aresia</em> zusammen und entschieden, kÃ¼nftig als Einheit Ã¼ber ein Ende der Kampfhandlungen und die Zukunft des Mars zu verhandeln. Am 2. August 2110 erklÃ¤rten sie schlieÃŸlich ihre UnabhÃ¤ngigkeit von der Erde. Bis zu einem Volksentscheid, der das neue MachtgefÃ¼ge ordnen sollte, einigte man sich auf Exeter als Interimshauptstadt. Am 24. August 2110 wurde von der neuen Zentralregierung des Mars und kommissarisch berufenen Vertretern der KolonialmÃ¤chte ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet und darin die UnabhÃ¤ngigkeit des Mars von den KolonialmÃ¤chten zumindest symbolisch anerkannt.</p>
<p>Nach Kriegsende zÃ¤hlten die Kolonien in den zu Sammellagern umfunktionierten Wohnarealen der Minen Ã¼ber 17.000 Kriegsgefangene, davon gut 5.000 Mitarbeiter der Konzerne und AngehÃ¶rige ihrer Privatarmeen. Die Mutterstaaten bestanden darauf, dass alle Gefangenen ausgeliefert wurden, doch die Kolonien stimmten lediglich einer ÃœberfÃ¼hrung der Kranken, Invaliden und Gefallen zu. Wer hingegen gesund und zeugungsfÃ¤hig war, galt als Lebendkapital. Im Hinblick auf die Zukunft des Planeten forcierte der Aresia-Bund eine Zwangsintegration als Ersatz fÃ¼r die Toten der Samora-Seuche, um die Populationen der StÃ¤dte zu stabilisieren. Ihren auf der Erde lebenden AngehÃ¶rigen gewÃ¤hrte er die Option, auf den Mars zu emigrieren, doch ein Austausch der Gefangenen gegen eine Lockerung des Wirtschaftsembargos oder eine Aufhebung der Sanktionen stand fÃ¼r ihn auÃŸer Debatte. Die Marsregierung Ã¼berlieÃŸ <em>Noro Dima Minerals</em> als einzigem Konzern zwei der erbeuteten Erz-Frachter, nachdem deren Waffensysteme zuvor wieder demontiert worden waren. Die Schiffe boten ausreichend Platz fÃ¼r all jene, die freiwillig zur Erde zurÃ¼ckzukehren wollten. Am 13. Oktober 2110 verlieÃŸen die letzten NDM-Mitarbeiter und FunktionÃ¤re den Planeten.</p>
<p>Nachdem die KolonialmÃ¤chte ihren Stellvertretern die erforderlichen Befugnisse Ã¼bertragen hatten, unterzeichneten alle Parteien am 22. Oktober das Tennenbaum-Abkommen, in dem das Datum der UnabhÃ¤ngigkeit auf den 8. Dezember 2110 festgelegt wurde. Zudem rang der Aresia-Bund den ehemaligen KolonialmÃ¤chten das EinverstÃ¤ndnis ab, dass terranische Kriegsschiffe sich dem Mars kÃ¼nftig nur noch bis auf 23.500 Kilometer nÃ¤hern durften &#8211; eine HoheitssphÃ¤re, deren GrÃ¶ÃŸe der Umlaufbahn des Ã¤uÃŸeren Mondes Deimos entsprach.</p>
<p>Nach dem Ende des Koloniekrieges landete nur noch ein einziges Mal ein Schiff von der Erde auf marsianischem Boden. Es befÃ¶rderte eine Delegation hoher Regierungsvertreter aller ehemaligen KolonialmÃ¤chte und wurde von einem Verband aus acht Fregatten begleitet, die als Geleitschutz wie vereinbart auÃŸerhalb der planetaren Hoheitszone Position bezogen hatten. FÃ¼r Unruhe sorgten jedoch drei riesige Objekte, die das Tennenbaum-Abkommen ignorierten und sich dem Planeten bis auf 2000 Kilometer nÃ¤herten. Obwohl sie in einer hohen geostationÃ¤ren Umlaufbahn parkten, lieÃŸ sich selbst von der MarsoberflÃ¤che aus erahnen, dass sie gigantische AusmaÃŸe besitzen mussten, weshalb sie von den Kolonien zuerst fÃ¼r riesige militÃ¤rische Raumstationen gehalten wurden. Mehrere Observatorien richteten ihre Teleskope auf das leuchtende Dreigestirn, das den Nachthimmel Ã¼berstrahlte. FÃ¼hrende Astronomen berichteten, dass jedes von ihnen eine LÃ¤nge von mindestens sechzehn Kilometern besitzen musste &#8211; und damit sogar grÃ¶ÃŸer war als der Marsmond Deimos. Keine Kriegsschiffe, beeilen sich die KolonialmÃ¤chte zu versichern, sondern unbewaffnete Prototypen fÃ¼r den zivilen Transitverkehr. Die Delegierten bezeichneten den bemannten Testflug der riesigen Raumschiffe lakonisch als TrockenÃ¼bung, hielten sich jedoch mit ErklÃ¤rungen bedeckt, welchem Zweck diese diente. Es kostete sie einige Argumentationskunst, um die Mars-Regierung davon zu Ã¼berzeugen, dass es keine Truppentransporter waren, sondern Langstrecken-Passagierschiffe. An Bord befanden sich mehr als 38.000 Menschen von der Erde &#8211; Familien der zwangsintegrierten Kriegsgefangenen sowie Freunde und Verwandte, die sich entschieden hatten, das Angebot der Kolonien anzunehmen und auf den Mars zu emigrieren. Ihr Transfer auf die OberflÃ¤che, betonten die Delegierten, sei jedoch Angelegenheit der Kolonien, da die gigantischen Transporter beim Landen kollabieren wÃ¼rden, erdrÃ¼ckt von ihrem eigenen Gewicht. Es dauerte volle sechs Tage, bis auch die letzte Gruppe von Emigranten sicheren Marsboden unter den FÃ¼ÃŸen hatte.</p>
<p>Der am 6. November 2110 unterzeichnete Vertrag von Vermilion besiegelte letztlich die SelbststÃ¤ndigkeit der neuen Kolonie Aresia sowie die Zusicherung der KolonialmÃ¤chte, sich nach Inkrafttreten der UnabhÃ¤ngigkeit nicht mehr in marsianische Angelegenheiten einzumischen. Er garantierte, dass der Planet fortan Eigentum der Stadtkolonien war und die raumfahrenden Erdnationen alle laufenden und geplanten Siedlungsprogramme stoppten. Die Konferenz verlief demonstrativ freundlich und entspannt, doch man konnte die Verachtung in den Augen der ReprÃ¤sentanten lesen: Sie wÃ¼nschten sich nichts mehr, als dass ihre ehemaligen Kolonien beginnen wÃ¼rden, sich gegenseitig zu zerfleischen, sobald das Delegationsschiff den Planeten wieder verlassen hatte.</p>
<p>Inwieweit der Koloniekrieg den Staatshaushalt der KolonialmÃ¤chte belastet hatte, ist unter Historikern umstritten, denn seitens der Erde existieren so gut wie keine verlÃ¤sslichen Dokumente aus der frÃ¼hen Diaspora-Epoche. In der Ã¶ffentlichen Kritik standen die im Vergleich zur globalen Wirtschaftsleistung enormen Kriegskosten, vor allem in Hinblick auf die unlÃ¤ngst beendeten Aquadest-Kriege. Gleichzeitig versiegte mit dem Importverbot fÃ¼r marsianische BodenschÃ¤tze eine ergiebige Umsatzquelle. Der Verlust ihrer Minenkolonien fÃ¼gte ihnen einen grÃ¶ÃŸeren wirtschaftlichen Schaden zu als der Krieg selbst. Auch fÃ¼r den Mars verschlechtere sich die wirtschaftliche Situation, da der Handel mit BodenschÃ¤tzen so gut wie zum Erliegen kam. Es war ein Preis, den zu zahlen die Kolonien jedoch gerne bereit waren. Sie wollten ihren PhÃ¶nix auferstehen lassen, ohne dass er sich mit FlÃ¼gelprothesen von der Erde aus seiner Asche erhob.</p>
<p>Die Kolonien hatten den UnabhÃ¤ngigkeitskrieg gewonnen, doch den ehemaligen KolonialmÃ¤chten sollte sich in nicht allzu ferner Zukunft die Gelegenheit bieten, sich fÃ¼r die erlittene DemÃ¼tigung zu rÃ¤chen. Bis es soweit war, mussten jedoch mehr als drei Jahrzehnte vergehen&#8230;</p>
<p><a href="http://stellarvox.blackprophecy.com/de/wp-content/uploads/2010/05/mars_nachthimmel_mit_fadenkreuzen_und_erde.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-229" title="mars_nachthimmel_mit_fadenkreuzen_und_erde" src="http://stellarvox.blackprophecy.com/de/wp-content/uploads/2010/05/mars_nachthimmel_mit_fadenkreuzen_und_erde.jpg" alt="" width="612" height="338" /></a></p>
<address>Aufnahme der Ares Observation Kamera (APC) vom Grund des Ophir Chasma Canyons mit Blick auf die nÃ¶rdlichen HÃ¤nge und die Erde. Der Lichtschein hinter den Klippen stammt von den Erzminen <em>Lower Ophir Hut</em> (Mitte) und <em>Higher Orphir Hut</em> (linker Bildrand). Am Nachthimmel neben der Erde gut zu erkennen ist das Dreigestirn der riesigen Passagierschiff-Prototypen im Marsorbit.</address>
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